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Aus Hauptachse wird bald eine Nebenstraße

Von: Ottmar Hansen
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Düren. Die Ostumgehung kommt! Im nächsten Jahr werde mit dem Bau der B 56n begonnen, versicherte jetzt noch einmal Staatssekretär Achim Großmann (SPD).

Zwei Jahre später könnte die Straße bereits befahren werden. Da der Hauptverkehr zwischen Zülpich und Autobahn 4 schon bald um Düren herum geleitet werde, könne man zügig daran gehen, Euskirchener Straße und Schoellerstraße „zurück zu bauen”, fordert die Dürener SPD. „Die Anwohner der beiden Straßen müssen möglichst bald entlastet werden”, so Fraktionschef Henner Schmidt und Peter Koschorreck, Vorsitzender des Verkehrsausschusses, am Donnerstag.

Die beiden genannten Straßen haben derzeit noch das höchste Verkehrsaufkommen stadtweit zu verkraften. Täglich quälen sich bis zu 30.000 Fahrzeuge über die beiden Hauptachsen. Jedes zehnte Fahrzeug ist ein Lkw.

Ziel des SPD-Vorstoßes ist, dass möglichst viel Verkehr aus der Stadt heraus gehalten und auf die B 56n gelenkt wird. Dies sei nicht zuletzt dadurch zu garantieren, dass die beiden Straßen künftig nur noch zwei statt vier Fahrspuren böten. So gewinne man Platz für großzügige Radwege, neue Parkplätze und mehr Grün.

„Besonders dort, wo der Verkehr heute noch besonders nahe an Gebäuden vorbei führt, sollte der Abstand zu den Wohnungen größer werden”, fordert Koschorreck. In der Schoellerstraße sei erst kürzlich die schlechteste Luftqualität der Stadt gemessen worden. Schmidt: „Hier sind auch ohne B 56n dringend Taten erforderlich.”

Am südlichen Stadteingang, an dem die neue B 56 in Höhe der Firma Tedrive auf dem Weg um Düren herum abzweigen wird, müsse die Euskirchener Straße auch optisch eine untergeordnete Funktion erhalten, so die SPD-Politiker. Koschorreck: „Man muss sofort sehen, dass das dann nur noch eine Nebenstraße ist.” Zur Drosselung des Verkehrs biete sich ferner ein Kreisverkehr in Höhe Zülpicher Straße/Miesheimer Weg an.

Alle vorgeschlagenen Maßnahmen seien mit relativ geringem finanziellem Aufwand zu realisieren, versichert Schmidt. Womöglich könne man hier auch Mittel aus dem Konjunkturpaket der Bundesregierung einsetzen.

Auch in Bezug auf den Bau der B 399n (Nordumgehung), die 2012 gebaut werden soll, müsse die Stadt bereits jetzt Planungen anstellen, so die SPD. Wenn der Hauptverkehr dann nicht mehr wie heute quer durch die Stadt rolle, könne etwa über einen Umbau der Schenkelstraße zur Fußgängerzone nachgedacht werden. Nicht zuletzt lasse sich so die Trennung der beiden Einkaufszentren in der Innenstadt besser überwinden.
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