Düren - Aus für Stadion: Jetzt „kleine Lösung”?

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Aus für Stadion: Jetzt „kleine Lösung”?

Von: Ottmar Hansen
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Das Geld wird jedenfalls nicht vergebens ausgegeben: Die Tribüne an der Westkampfbahn, die derzeit noch teuer saniert wird, muss nach den abgespeckten Plänen für den Stadionumbau nicht abgerissen Foto: Ottmar Hansen

Düren. Der geplante Bau des großen Stadions an der Westkampfbahn ist vorerst geplatzt. Da es keine Zuschüsse für das 14,5-Millionen-Euro-Projekt gibt, hat der Kreissportbund (KSB) von dem ehrgeizigen Vorhaben Abstand genommen. Gebaut wird trotzdem.

Der KSB will nun eine kleinere Lösung verwirklichen. Es wäre aber auch zu schön gewesen: Ein großes Stadion mit Tribünen für 5000 Zuschauer, zwei zusätzliche Kunstrasenplätze, etliche Tennisplätze und Parkplätze für 2000 Pkw.

Daraus wird nun nichts! „Wir müssen trotzdem unsere Machbarkeitsstudie nicht als gegenstandslos betrachten”, sagte Landrat Wolfgang Spelthahn am Donnerstag. Man habe ja einen „Plan B” in der Tasche. Spelthahn: „Wir werden nun konkrete Pläne entwickeln, wie eine abgespeckte Verbesserung des Areals erreicht werden kann.” Und das außerdem in kleinen Bauabschnitten.

Die „große Lösung” hätte eine Verschwenkung des gesamten Areals vorgesehen, mit Anschluss an die neue Umgehungsstraße B 399 um Düren. Dazu wird es jetzt wohl nicht kommen. Auch die alte Tribüne der Westkampfbahn, die derzeit saniert wird, soll erhalten bleiben. „Wir werden versuchen, die Kunststoffplätze in dem Areal anzulegen, wie es jetzt ist”, blickt Spelthahn, der auch KSB-Vorsitzender ist, nach vorne. Außerdem soll die Lichtstärke der geplanten Flutlichtanlage etwas abgesenkt werden, um auch hier Kosten zu sparen.

Auf dem Areal sollen nicht nur Düren 99 und GFC ihre Spiele austragen, auch Schulsport könnte hier stattfinden. Landrat Spelthahn: „Außerdem könnten auf den neuen Kunstrasenplätzen Spiele der Fußball-Bundesliga für Blinde und Sehbehinderte ausgetragen werden. Dazu wären elektronische Bande und spezielle Umkleideräume erforderlich.”

Bis zum 30. November will der Landrat „alle Bedürfnisse sammeln”, die mit der abgespeckten Version der Sportanlage zu erfüllen wären. Bis Mitte Dezember sollen die Kosten dann neu kalkuliert werden. Schon jetzt steht fest, dass sie sehr weit unter den geplanten 14,5 Millionen Euro liegen werden. Da es die große Zuschusssumme nicht gibt, müsse man eben sehen, Unterstützung aus vielen kleineren Fördertöpfen zu erhalten, so Spelthahn. Außerdem solle eine Betreibergesellschaft für das Sportplatz-Projekt gegründet werden, der neben den Grundstückseigentümern und den Vereinen Düren 99 und GFC auch verschiedene Sportverbände angehören sollten.

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