Düren - Aus einer Partnerschaft wurden echte Freundschaften

Aus einer Partnerschaft wurden echte Freundschaften

Von: Sandra Kinkel
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Hoffen auf möglichst viele Begegnungen und gute Gespräche: Neun Menschen vom Rio de la Plata in Paraguay, die derzeit zu Gast bei der Evangelischen Gemeinde in Paraguay sind. Foto: Sandra Kinkel

Düren. „Aus Projekten werden Begegnungen”, sagt Stephan Schmidtlein, Pfarrer der Evangelischen Gemeinde zu Düren. „Und aus Begegnungen werden Freundschaften.” Schöner kann man kaum erklären, wie sich die Partnerschaft zwischen der Dürener Gemeinde und der Evangelischen Kirche am Rio de la Plata in Paraguay seit 1995 entwickelt hat.

Treibende Kraft der Partnerschaft waren neben unzähligen Gemeindemitgliedern aus Düren der pensionierte Pastor Wolfgang Hindrichs und seine Frau Anke.

Vor einiger Zeit hat nun Pfarrer Stephan Schmidtlein die Betreuung der Partnerschaft übernommen. Und er freut sich riesig über den Besuch aus Paraguay, der noch bis Donnerstag, 17. Juni, in Düren zu Gast sein wird.

Zu der neunköpfigen Reisegruppe gehören Leonardo Kück und Gertrudis Noa de Haudenschild (Gemeinde Nueva Germania), Rosa Becker (Gemeinde Asunción), Edgar Vazquez (Menschenrechtskomitee der Kirchen in Paraguay), Renato Frank und Moni Elisa Ada (Gemeinde Caagausú), Lourdes Gonzaales de Krüger (Partnerschaftsausschuss des Kirchenkreises Paraguay), Ricardo Krüger (Gemeinde Alto Paraná) und Ricardo Becker (Koordinator des Kirchenkreises).

Die Dürener Gemeinde unterstützt in Paraguay mehrere Projekte: ein Hilfsprojekt zur Selbstorganisation der Menschen in den Armutsvierteln der Hauptstadt Asunción, die Rechtsberatung von Landlosen, ein Krankenhaus, ein Internat und eine Schule in einer Stadt im ärmsten Distrikt Paraguays Nueva Germania.

Dank der Kontakte aus Düren baut die Realschule im Mausbacher Ortsteil Stolberg gerade eine Partnerschaft zu der Schule in Nueva Germania auf. „Unsere langjährige Partnerschaft”, so Pfarrer Schmidtlein, „hat über viele Jahre hinweg Höhen und Tiefen überstanden.” Bestes Beispiel hierfür ist das Krankenhaus: „Jahrelang musste die dortige Kirchengemeinde nur mit der Unterstützung vieler Dürener Spenden die wichtige Arbeit weiterführen. Nach dem Regierungswechsel konnte das Krankenhaus in finanzielle Trägerschaft des Staates übergeben werden. Das ist eine große Erleichterung.”

Es gehe, so Schmidtlein, bei der Partnerschaft aber in erster Linie um die Menschen, die Freunde geworden sind. Schmidtlein: „Auch zwischen jungen Menschen geht nun der Austausch intensiver los. Immer mehr Freiwillige gehen von Düren für ein Jahr nach Paraguay.” Leander Oesterlin aus Naranjal hat im letzten Jahr im Jugendzentrum Düren-Ost geholfen.

Am Sonntag, 13. Juni, findet um 10 Uhr ein Gottesdienst mit den Gästen aus Paraguay in der Christuskirche statt. Von 15 bis 19 Uhr heißt es im Birkesdorfer Gemeindezentrum in der Matthias-Claudius-Straße „Leben in Paraguay - ein Nachmittag zu Land und Leuten mit Bildern und kulinarischen Proben”.
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