Düren - Aus der Tiefe des Herzens kommender intensiver Blues

Aus der Tiefe des Herzens kommender intensiver Blues

Von: Guido Jansen
Letzte Aktualisierung:
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Harriet Lewis erwies sich Donnerstagabend einmal mehr als Powerfrau mit einer großartigen Stimme. Foto: Guido Jansen

Düren. Blues muss ein bisschen weh tun. Sonst ist es kein Blues. Und so hatte Harriet Lewis am zweiten Abend der Dürener Jazztage, der traditionell im Garten der Commerzbank (früher Dresdner Bank) stattfindet, etwas Schmerzhaftes zu erzählen.

Die Sängerin aus den USA erzählte den Zuschauern im proppenvollen Bankgarten von einer ehemaligen Liebe,einem Mann, unglaublich sexy und reich, mit einem tollen Mercedes - und mit mehreren Frauen, wie sie irgendwann herausfinden musste. Motivation genug für intensiven, aus der Tiefe des Herzen kommenden Blues, den Lewis verbreitete.

Begleitet von einer Band, die verstanden hatte, weswegen die vielen Menschen gekommen waren: emotionale, handgemachte Musik. Der Lohn in Form von lautem Klatschen ließ nicht lange auf sich warten. Sei es für Gregor Hilden an der Gitarre, Schlagzeuger Dirk Brand, Saxofonist Thomas Feldmann und Horst Bergmeyer an den Keyboards. Der Abend gestern war eine so genannte Jam-Session, also ein Zusammenspiel von Musikern, die sonst nicht fest zusammen unterwegs sind.

Könner am Werk

Wer dann in der Lage ist, derart hochqualitative, handgemachte Musik zu zelebrieren, der muss zu den besten Blues-Musikern der Republik gehören. Für die „Hauptstadt des Jazz”, wie Moderator Heribert Klein Düren bezeichnete, nur das Beste.

Besonders laut waren die Regungen in der Zuhörerschaft, als Lewis den Schmerz mit Feuer garnierte und sich einen jungen Mann aus der ersten Reihe auf die Bühne rief, um mit ihm zu kuscheln - als Trost für den untreuen Mercedes-Fahrer.

Der nächste Höhepunkt: Lewis´ Landsmann Mike Williams, der sowohl gesanglich als auch an der Trompete überzeugte. Beispielsweise mit einer ganz eigenen Interpretation von Louis Armstrongs „What a Wonderful World”.

Das begeisterte Publikum wippte mit, rhythmisch mit den Füßen, anerkennend mit dem Kopf. Genau so wie nach der Pause, als die Sängerin Caroline Mahlanga aus Zimbabwe ebenfalls zu überzeugen wusste.

Den lautesten Applaus gab es aber in der Pause, als Klein andeutete, dass die Commerzbank den Jazz im eigenen Garten auch im kommenden Jahr weiterführen will.
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