Aus dem Kulturgut wird ein Ort der Begegnung

Von: kin
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Eine Kirchenfront aus Glas: Die Dürener Marienkirche wird Jugend- und Kulturzentrum und Begegnungsstätte, bleibt aber in erster Linie natürlich Gotteshaus. Nächsten Freitag muss alles fertig sein. Foto: Sandra Kinkel

Düren. „Ja, das ist unser Mariechen.” Fast klingt Dr. Peter Maas ein bisschen stolz. Der Christ engagiert sich seit vielen, vielen Jahren in der katholischen Pfarrgemeinde St. Marien in Düren und gehört dem Bauausschuss von Marien an.

Seit Februar wird in der Marienkirche tüchtig gebaut, nächsten Freitag, 3. September, muss alles fertig sein. Im Rahmen der „Nacht der offenen Kirchen” wird das umgebaute Gotteshaus erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Und bis dahin ist noch ganz schön viel zu tun.

Wände werden noch gestrichen, Toiletten, Waschbecken und die große Küche müssen noch aufgebaut werden. Dr. Peter Maas: „Hier in der Marienkirche findet man demnächst alles unter einem Dach: Gottesdienstraum, Pfarrbüro, Gemeindesaal und Begegnungsstätte.”

Knapp 600.000 Euro hat der Umbau gekostet, finanziert wurde die Maßnahme durch den Verkauf des Jugendheimes, eine Erbschaft, die St. Marien gemacht hat und zahlreiche kleine und große Spenden. „Wir mussten einfach überschüssige Gebäude wie unser Jugendheim abstoßen”, so Dr. Maas, „das war einfach nicht mehr finanzierbar. Schon gar nicht wenn man bedenkt, dass das Papst-Johannes-Haus nur 200 Meter von hier entfernt ist.”

Die „neue” Marienkirche hat jetzt eine Glasfront, durch die man in die Kirche reingucken kann, an der Seite gibt es jetzt endlich auch einen behindertengerechten Eingang. Die Kirchenbänke sind durch 150 neue Stühle ersetzt worden, einfach weil man so viel flexibler sei, mein Dr. Maas. Die Bänke stehen auf einer neu geschaffenen Empore. „Wir haben mit der Empore genau so viele Sitzplätze in der Kirche wie früher.” Nachdem Umbau finden in der Marienkirche wieder jeweils zwei Wochenend- und zwei Werktags-Gottesdienste statt, darüber hinaus will man hier einen Ort für Jugendliche schaffen.

Dr. Peter Maas: „Aber auch Seniorinnen und Senioren sollen sich hier wohl fühlen. Und uns ist auch eine gute Zusammenarbeit mit Musikschule und Museum wichtig.” Es wird weiterhin Konzerte der Cappella Villa Duria in der Marienkirche geben, denkbar sind auch Ausstellungen junger Künstler. „Ich blicke positiv in die Zukunft”, so Dr. Maas. „Wir haben den richtigen Weg gewählt, um diese Kirche retten zu können. Kirchen sind Kulturgüter. Das ist für mich eine völlig andere Qualität als ein Jugendheim zu verkaufen.”
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