Auftaktveranstaltung AC²: „Unternehmer sein und keine Unterlasser“

Von: Hannes Schmitz
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Volles Haus: Moderator Thorsten Pracht begrüßte zukünftige und ehemalige Teilnehmer von AC², darunter Kerstin Brake-Schöneis und Wilfried Brake (linker Bildrand). Foto: Hannes Schmitz
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Rufen zur Teilnahme an Gründer- und Wachstumswettbewerb auf: Landrat Wolfgang Spelthahn, Gastgeber Dr. Stephan A. Kufferath-Kassner und Michael F. Bayer, Geschäftsführer der Gründerregion (von links).

Düren. AC², der renommierte Wettbewerb der Gründerregion Aachen, startet unter den griffigen Leitmotiven „Träumst du noch oder gründest du schon?“ und „Aus Freude am Wachsen“ in eine neue Runde. Neben dem Angebot für Existenzgründer richtet sich das zweite Format, die Wachstumsinitiative, an Unternehmer, die ihr Wachstumspotenzial ausschöpfen möchten.

Der starke Besuch der Auftaktveranstaltung bei dem Unternehmen Gebrüder Kufferath AG (GKD) in Mariaweiler signalisierte großes Interesse an dem Wettbewerb, der zum elften Mal ausgeschrieben ist. Thorsten Pracht, Leiter der Regio-Desks für die Kreise Heinsberg und Düren unserer Zeitung, führte durch den Abend und fand mit Rudolf Weyergans (Weyergans High Care AG) einen Gesprächspartner, der über seine positiven Erfahrungen mit AC² berichtete.

Mit seinem Unternehmen war er nämlich im vergangenen Jahr für die Top Ten des Wachstumspreises nominiert. „Seid Unternehmer und keine Unterlasser“, rief Weyergans den zukünftigen Teilnehmern zu. Er berichtete, wie er von der Beratung durch den kostenlosen Berater profitierte, den AC² jedem Teilnehmer für drei Tage anbietet. „Wir haben das Unternehmen aufgeräumt, das war wie bei einem Frühjahrsputz“, erinnerte sich der Dürener.

Kerstin Brake-Schöneis und Wilfried Brake von Wibotec Surfaces aus Vettweiß haben beim vergangenen Gründerwettbewerb den dritten Platz belegt. Jetzt stehen beide vor einem wichtigen Schritt, denn am 1. Dezember soll das neue Firmengebäude in Vettweiß fertig werden. Zudem bahnt sich eine Zusammenarbeit zwischen beiden Unternehmen an: „Oberflächenbeschichtung und Kosmetik passen zusammen“, so Weryergans.

Aufgelockert wurde der Treff durch den Zauberer René Vander Vreken, der nicht nur durch Tricks verblüffte, sondern als Gründer einer Akademie für Zauberer in den Startlöchern einer Existenzgründung steht. Er gilt damit auch als Beispiel dafür, dass der Wettbewerb absolut „branchenoffen“ ist.

Gastgeber Dr. Stephan A. Kufferath-Kassner mahnte, als Mittelständler müsse man stets „die Antennen ausfahren“, um Markttrends zu erkennen. Der Gründerinitiative attestierte er, Existenzgründern Mut zu machen und ihnen Angst zu nehmen. „Mut zum Risiko“ brauche man, um Firmen voran zu treiben. Wichtig sei für jeden Einzelnen die Frage: „Worauf lasse ich mich ein?“ Dabei sollte in weiteren Überlegungen aber nicht die Angst einziehen, dass „man etwas nicht bekommt“.

Mehr Wagnis im Unternehmertum mahnte auch Landrat Wolfgang Spelthahn an. Mit Sicherheitsdenken könnten keine Arbeitsplätze geschaffen werden. „Wir brauchen Vielfalt“, lautete sein Credo, und er riet den Interessenten eindringlich, die Angebote der Initiative anzunehmen.

Über den Wettbewerb für Gründer und Unternehmer informierte Michael F. Bayer, Geschäftsführer der Gründerregion. Gesucht werden Teilnehmer, die auf Grundlage einer guten Idee einen Geschäftsplan erarbeiten möchten und hierbei im Rahmen des Gründungswettbewerbes von fachkundigen Mentoren unterstützt werden wollen, allesamt Profis aus Wirtschaft und Wissenschaft. Während der Wettbewerbsphase bis Mai 2014 werden für die Teilnehmer an fünf Coaching-Abenden Themen von Marketing über Personal bis hin zur Finanzierung sowie Wissenswertes über die Inhalte eines tragfähigen Geschäftsplanes angeboten. Der Gründungswettbewerb besteht aus zwei Phasen.

Bis Januar wird ein Grob-Geschäftsplan erstellt, dann ein Detail-Geschäftsplan. Jeder eingereichte Geschäftsplan wird in jeder Phase von je zwei unabhängigen Gutachtern bewertet. Zum Abschluss der ersten Phase winken den zehn besten Teilnehmern Geldpreise im Wert von insgesamt 10.000 Euro. In der zweiten Phase mit der Prämierung im Krönungssaal des Aachener Rathauses werden weitere Preisgelder in Höhe von 22.500 Euro an die drei besten Konzepte im Bereich Existenzgründung vergeben. Weiterer Lohn: ein Imagefilm.

Im Wachstumswettbewerb sind Geldpreise in Höhe von insgesamt 31.000 Euro ausgeschrieben. Während der Einstieg bei den Gründern auch im laufenden Wettbewerb noch möglich ist, gilt hier der Stichtag 27. November. „Wir wollen einen Berater finden, der genau zu Ihnen und Ihrem Unternehmen passt“, erläuterte Bayer den Grund für den Anmeldeschluss. Ansonsten gilt dasselbe Schema: die Unternehmen werden von Profis aus dem Beraternetzwerk gecoacht und erhalten in Form von Gutachten Schwarz auf Weiß die Rückmeldung über ihre unternehmerischen Pläne.

Die Bilanz der bisherigen Wettbewerbe falle außerordentlich erfolgreich aus, erklärte Michael F. Bayer. 300 neue Unternehmen mit über 600 Arbeitsplätzen entstanden aus dem Gründungswettbewerb heraus. Aus der Wachstumsinitiative gingen über 900 neue Arbeitsplätze hervor.

Nähere Informationen gibt es bei der Gründerregion Aachen, Theaterstraße 6 – 10, 52062 Aachen, Telefon 0241/4460350, Fax: 0241/4460351. E-Mail: info@ac-quadrat.de.

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