Düren/New York - Auf dem Weg zu einer berühmten Schauspielerin

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Auf dem Weg zu einer berühmten Schauspielerin

Von: Sandra Kinkel
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Ein Studium, bei dem „man komplett umgekrempelt wird“: Stephanie Mareen Kufferath-Kassner muss bei ihrer Ausbildung an der Julliard School in New York Verwandlungsfähigkeit unter Beweis stellen.
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Ein Studium, bei dem „man komplett umgekrempelt wird“: Stephanie Mareen Kufferath-Kassner muss bei ihrer Ausbildung an der Julliard School in New York Verwandlungsfähigkeit unter Beweis stellen.
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Ein Studium, bei dem „man komplett umgekrempelt wird“: Stephanie Mareen Kufferath-Kassner muss bei ihrer Ausbildung an der Julliard School in New York Verwandlungsfähigkeit unter Beweis stellen.
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Ein Studium, bei dem „man komplett umgekrempelt wird“: Stephanie Mareen Kufferath-Kassner muss bei ihrer Ausbildung an der Julliard School in New York Verwandlungsfähigkeit unter Beweis stellen. Foto: inla

Düren/New York. „Für mich hat es eigentlich immer nur die Juillard School gegeben. Einfach wegen der außergewöhnlichen Methode, mit der hier gearbeitet wird.“ Für Stephanie Mareen Kufferath-Kassner (21) aus Düren ist ein Traum in Erfüllung gegangen. Ein Traum, für den sie sehr lange und sehr hart gearbeitet hat.

Die junge Frau, die in Düren aufgewachsen und das Wirteltor-Gymnasium besucht hat, studiert an berühmten der New Yorker „Juillard School“ – mit dem Ziel, eine bekannte Schauspielerin zu werden. „Als Kind lag mein Hauptaugenmerk immer auf der Musik. Ich habe Klavierstunden und Gesangsunterricht bekommen. Mit fünf Jahren konnte man mich kaum vom Singen abhalten. Theater oder Schauspiel hat damals in meinem Leben absolut keine Rolle gespielt.“

Ihre Liebe zur Schauspielerei hat Stephanie Mareen Kufferath-Kassner auf einem Internat in London entdeckt. „Ich bin der Musik wegen nach England gegangen. Irgendwie bin ich aber in einen Theaterkurs geraten und habe hier meinen wunderbaren Lehrer und Mentor Hugo Ellis kennengelernt. Und durch ihn auch meine Liebe zu William Shakespeare und dem Theater entdeckt. Und es gab keinen Weg zurück mehr.“

„Heftige“ Aufnahmeprüfung

Das Werk William Shakespeares hat auch bei der Aufnahmeprüfung an der Juillard School eine wichtige Rolle gespielt. Stephanie Mareen, die ihren doch ziemlich komplizierten Familiennamen in den USA abgelegt hat, erklärt das so: „Für die Aufnahmeprüfung auf der Juillard School muss man vier Stücke vorbereiten, zwei zeitgenössische und zwei klassische. Und bei den Klassikern muss unbedingt auch ein Werk von Shakespeare dabei sein.“

Die Aufnahmeprüfung beschreibt Stephanie Marren als „unglaublich lang und heftig“. Zunächst müssen die zukünftigen Studenten sich online bewerben – mit verschiedenen Empfehlungsschreiben und Essays, mit denen sie ihr Wissen über das Theater unter Beweis stellen sollen. „Wenn man ganz viel Glück hat, wird man zu einer zweiten Runde eingeladen. Dann muss man seine vorbereiteten Stücke präsentieren. Wer weiterkommt wird später noch zu einem Gespräch mit den Leitern der Schauspielklasse gebeten.“

Aber was macht für Stephanie Mareen den Reiz der Juillard School aus? „Die Lehrer an dieser Schule betrachten dich wie eine Werkzeugkiste. Im ersten Jahr wird man komplett umgekrempelt. Mauern, die man sich im Laufe seines Lebens aufgebaut hat, werden eingerissen. Gewohnheiten und Ticks muss man sich abgewöhnen. Danach lernt man dann viele neue Techniken, die man wie Werkzeuge in eine Werkzeugkiste legen und bei Bedarf nutzen kann.“

Das Studium an der Juillard School ist anstrengend. Um 9 Uhr morgens ist Unterrichtsbeginn, unter anderem lernen die Studierenden auch Fechten, verschiedene Atemtechniken und Stimmübungen. Stephanie Mareen: „In der Regel dauert so ein Tag an der Hochschule bis zehn Uhr abends. Aber die harte Arbeit lohnt sich wirklich.“ Auch deshalb, weil Absolventen der Juillard School aufgrund des hervorragenden Rufes der Schule in der Regel immer bei einer großen Agentur für Schauspieler unterkommen. „Die organisieren dann Vorsprechen. Und alles andere ist Glück. Das kann auch der Name Juillard nicht ändern.“ Stephanie Mareen wird ihre Ausbildung in New York 2017 abschließen.

In Düren war Stephanie Mareen zuletzt im Sommer. „Ich habe meine restlichen Sachen geholt und Weisheitszähne gezogen bekommen. Ansonsten bin ich eigentlich nur noch Weihnachten zu Hause. Aber meine Familie und Freunde besuchen mich oft in New York.“ Richtiges Heimweh nach Düren habe sie nicht. „Ich bin mit 16 schon nach England gegangen. Und heute fühle ich mich wirklich wie eine richtige New Yorkerin.“ Manche Sachen aus Deutschland würden ihr aber schon fehlen.

„Es ist aber nichts, was nicht in ein kleines Carepaket passen würde. Und das bekomme ich regelmäßig.“ Besonders wichtig ist Stephanie Mareen die Unterstützung ihrer Familie. „Sie kommen so oft wie möglich nach New York. Und im Augenblick genieße ich auch ihre Unterstützung per Telefon sehr. Viel mehr lässt meine wenige Zeit gerade auch nicht zu.“

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