Auch im Rheinland soll es ein Atlantis gegeben haben

Von: kin
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Günter Krieger (rechts) und sein Verleger Michael Kuhn. Foto: kin

Langerwehe. Günter Krieger ist Geschichtenerzähler. Er liebt das Mittelalter, Geschichte überhaupt, aber auch für Sagen und Mythen hat der Mann aus dem Langerweher Ortsteil Schlich eine große Leidenschaft. Jetzt legt der Autor seinen 17. Roman vor.

„Richarda von Gression – die Visionärin“ (erschienen im Ammianus Verlag, 13,90 Euro) ist Teil eins einer neuen Trilogie von Günter Krieger. Wie immer, spielt seine Geschichte in seiner Heimat rund um Langerwehe, diesmal hat er sich die sagenhafte Stadt Gression ausgesucht. „Gression“, sagt Günter Krieger, „war noch vor 100 Jahren in unserer Region sehr bekannt. Heute weiß kaum noch einer, dass es auch im Rheinland ein Atlantis gegeben hat.“

Günter Krieger hat von Gression in einer Sagensammlung des Lehrers Heinrich Hoffmann erfahren. „Es gibt verschiedene Geschichten von Gression“, erzählt er. „Manche sagen, dass es eine spätantike römische Siedlung war, andere glauben, dass der Bergbau für ihren Reichtum verantwortlich war. Und es gibt auch das Gerücht, dass die Stadt ein Sündenpfuhl war, und sich den Unmut der Götter zugezogen hat. Die Stadt soll irgendwo zwischen Aachen, Jülich und Köln gelegen haben. “

Kriegers neuer Roman spielt im Jahr 984, einer Zeit epochaler Umbrüche. Die Geschichte von Gression ist schon damals nur noch eine alte Sage, aber Richarda, Kriegers Heldin, ist fasziniert von dem Gedanken, ein neues, sündenfreies Gression zu gründen. Mit einer Handvoll Gleichgesinnter zieht sich die charismatische Bauerstochter vor der großen Jahrtausendwende mit anderen in den Wald zurück. Wie die meisten Menschen glauben auch Richarda und die Eremiten den bevorstehenden Weltuntergang. Als der ausbleibt, reift in ihnen die Überzeugung, dass Gott mit Richarda Großes vorhat...

Mystische Elemente

Günter Krieger: „Ich habe mich dem Thema Gression schon belletristisch gewidmet. Es ist für mich neu, dass ich in einem meiner Romane eine Legende wiederbelebe, die sich historisch schwer belegen lässt.“

Trotzdem kommen in Kriegers Roman historische Figuren vor, die zur damaligen Zeit wirklich gelebt haben. „Das Buch“, so Günter Krieger, „hat aber auch sehr viele mythische Elemente.“

Krieger selbst ist im Langerweher Ortsteil Merode aufgewachsen, genauer gesagt, auf Schloss Merode, wo sein Vater als Kastellan (Aufseher) gearbeitet hat. Kein Wunder also, dass Burg und Herrschaft häufig Schauplatz seiner Historienromane sind. Diesmal spielt aber auch der Langerweher Rymelsberg eine wichtige Rolle.

Für alle, die sich besonders intensiv auf die Spuren von Gression begeben wollen, bietet Günter Krieger gemeinsam mit seinem Verleger am Freitag, 26. April, eine „Wanderung durch das sagenhafte Gression“ an. Die Teilnahme ist kostenlos, nähere Informationen zu Uhrzeit und Treffpunkt gibt es unter Telefon 02423/408778.

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