Düren - Armin Laschet als Mut- und Muntermacher

CHIO-Header

Armin Laschet als Mut- und Muntermacher

Von: Hannes Schmitz
Letzte Aktualisierung:
seniorentag08-bu
Forderte die Senioren auf, „sich einzumischen”: NRW-Generationenminister Armin Laschet begeisterte mit seiner Rede auf dem Bezirksseniorentag. Foto: Schmitz

Düren. Die Politiker auf dem Bezirksseniorentag der CDU im Haus der Stadt wurden zu Mut- und Muntermacher. Armin Laschet, Düsseldorfer Minister für Generationen, Familie, Frauen und Integration, fand den richtigen Ton mit seiner lebhaften Ansprache und erntete Beifall, als er ausrief: „Wir sind eine Union der Generationen, die wir mit Leben erfüllen!”

Er versprach, sich weiter gegen Altersdiskriminierung einzusetzen. Die Qualität der Arbeit und der Einsatz hingen nicht vom Alter ab. „Mischen Sie mit”, forderte Laschet die älteren CDU-Mitglieder auf, „und beschränken Sie sich nicht auf Seniorenpolitik”.

Immerhin lebten in Nordrhein- Westfalen im vergangenen Jahr mehr über 65-Jährige als unter 20-Jährige. Eine vordringliche Aufgabe der Politik sei es, Lösungen anzubieten, wie die Gesellschaft zusammenbleiben kann. 2020, so rechnete der Minister vor, hätten ein Drittel der Bevölkerung keine eigenen Kindern und eigene Enkel mehr. Mehrgenerationenhäuser, Familienzentren und das Ehrenamt müssten stärker gefördert werden, damit Jung und Alt zusammenkämen. „Ohne Begegnung”, mahnte Laschet, „bricht die Gesellschaft auseinander.

Die CDU sieht er auf bestem Wege, die drängenden Probleme zu lösen. Sie biete die politische Plattform, damit auch jedes Kind eine Chance auf Bildung und den sozialen Aufstieg habe. Es könne nicht sein, dass Kinder, deren Väter in DAX-Unternehmen sitzen, später wieder Spitzenpositionen in der Wirtschaft einnähmen und Nachkommen, deren Eltern sich in „den sozialen Sicherungssystemen eingerichtet haben”, chancenlos blieben. Der Minister setzte sich für verpflichtende Sprachtests bei allen vierjährigen Kindern in den Kindertagesstätten ein. Er sah nicht nur Defizite bei der Gruppe der Migranten-, sondern auch bei deutschen Kindern.

Die Ganztagsangebote an Schulen möchte er auf alle Schulformen ausweiten, um Bildungsmöglichkeiten zu optimieren. „Jedem Kind ein Instrument”, wie im Ruhrgebiet praktiziert, sei ein weiterer Weg. „Wir brauchen die Aufbruchstimmung der 50er und 60er Jahre”, forderte er. Das Land sah er von der CDU-Regierung um Jürgen Rüttgers „gut durch die Krise gebracht.” Attacken ritt er in Richtung der Linken, denen er irrationale Programme vorwarf. Aber auch einen Seitenhieb auf FDP landete er, als er ausführte, dass die CDU eine Volks- und nicht eine Klientelpartei sei. Eine klare Absage an Rechtsradikale, die seiner Meinung nach in Parlamenten nichts verloren haben. „Leidenschaft” von allen verlangte er, um aus dem Umfragetief herauszukommen.

„Da sind einige Dämlichkeiten passiert”, stellte er im Rückblick fest. Für die Menschen im Land wäre es schlecht, wenn wieder der rot-grüne Trott” einziehen würde. Eine Kerbe, in der auch der Landtagsabgeordnete Rolf Seel schlug, der die Gelegenheit nutzte, dem Auditorium die Landtagskandidaten seiner Partei vorzustellen. Und an die CDU-Mitglieder im Saal richtete er den Appell: „Wer das Original haben will, muss mit beiden Stimmen das Original wählen.” Landrat Wolfgang Spelthahn bedankte sich in seinem Grußwort für „die rührige Arbeit der heimischen Landtagsabgeordneten” und für die politische Richtung, die Kommunen zu unterstützen. Er riet, vor der Wahl die Zurückhaltung aufzugeben und die Leistungen der Regierung ins rechte Licht zurücken. Wahlen würden erst dann entschieden, wenn die Menschen im Gespräch seien.

Zufriedene Gesichter gab es nach den Reden und Grußworten im Saal. Munter waren die Senioren wieder geworden, wie der Beifall für alle zeigte. Vor der Politik hatten sie in Bussen entweder den Fliegerhorst in Nörvenich, die Kernforschungsanlage in Jülich oder den Tagebau besucht. Bei Kaffee und Kuchen sowie der Musik der Bläsergruppe Ellen im Haus der Stadt wurden die Lebensgeister wieder geweckt. Und zur Veranstaltung passte auch ein Liedvortrag des Seniorenchores St. Anna, der sang: „Kein schöner Land in dieser Zeit”.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert