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Antidiskriminierungsstelle nimmt die Arbeit auf

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Noch klingelt das Telefon selten: Pfarrerin Susanne Rössler hat die Arbeit bei der Antidiskriminierungsstelle aufgenommen. Foto: Andreas Bongartz

Düren. Susanne Rösslers erster Arbeitstag verlief ruhig. Zu ruhig für den Geschmack der evangelischen Pfarrerin. Die Mitbegründerin des Dürener Bündnisses gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Gewalt hat an diesem Mittwochabend das erste Mal Dienst in der Ende Oktober eingerichteten Antidiskriminierungsstelle des Bündnisses.

Es ist Sprechstunde, doch das kleine Büro im Café International bleibt leer. Susanne Rössler hört den Anrufbeantworter ab, über den die Antidiskriminierungsstelle rund um die Uhr zu erreichen ist: Keine neuen Nachrichten.

Ihre erste Schicht in der Antidiskriminierungsstelle ist symptomatisch für die bisherige Arbeit der neuen Einrichtung: Das Angebot wird kaum genutzt, nur wenige Fälle von Diskriminierung wurden bis jetzt gemeldet.

Die Antidiskriminierungsstelle will Ansprechpartner für Menschen sein, die sich wegen ihrer Hautfarbe, ihrer Herkunft oder ihrer Religion benachteiligt fühlen. Diskriminierungsfälle in Stadt und Kreis Düren sollen dokumentiert und öffentlich gemacht werden.

Aber was bedeutet es dann, wenn sich niemand bei meldet? Gibt es in Stadt und Kreis etwa keine Fälle von Diskriminierung, kann man sich freuen, dass die Arbeit der neuen Einrichtung überflüssig ist? „Das glaube ich nicht”, sagt Susanne Rössler entschieden. „Viele Migranten erfahren im Alltag immer wieder Formen von Diskriminierung”, sagt sie.

Das Problem liege vielmehr darin, dass Angebote und Arbeit der Antidiskriminierungsstelle noch weitgehend unbekannt seien. „Ich denke, 2009 wird ein großer Schwerpunkt unserer Arbeit darauf liegen, bekannter zu werden”, so die Pfarrerin weiter. Und: „Wir dürfen nicht aufgeben.”
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