Düren/Frauwüllesheim - Anspruchsvoller Konzertabend mit „Cappella Villa Duria”

Anspruchsvoller Konzertabend mit „Cappella Villa Duria”

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Homogen und elegant waren die Gesangsdarbietungen beim Konzert in Frauwüllesheim. Foto: Sandra Kinkel

Düren/Frauwüllesheim. Es war ein Konzert wie es zum besinnlichen und ernsten Karfreitag kaum besser hätte passen können: Das Dürener Konzertforum „Cappella Villa Duria” unter der Leitung von Johannes Esser hatte zu „Musik zur Passionszeit” in die katholische Kirche St. Mariä Heimsuchung im Nörvenicher Ortsteil Frauwüllesheim gebeten.

Geboten wurden anspruchsvolle Werke von Max Reger, Francis Poulenc, Lajos Bárdos, Camillo Schuman und Paul Ernst Ruppel. Leider war die kleine Kirche in Frauwüllesheim nicht voll besetzt, die Besucher, die da waren, erlebten aber einen ganz wunderbaren Abend.

Einen Abend, der zum Zuhören einlud, zum Sich-Einlassen auf gute, tiefgründige Musik, aber auch zum Nachdenken über die Themen der Passion. Eröffnet (und beendet) wurde das Konzert mit einem Orgelsolo von Johannes Esser, der die „Trauerode” und „Passion” aus „Sechs Orgelstücke” von Max Reger intonierte.

Danach glänzte der Kammerchor der „Cappella Villa Duria” mit „Timor et Tremor” und „Vina mea electa” aus „Quatre motets pour un temps de pénitence” von Francis Poulenc.

Ganz wunderbar klangen die Stimmen der Sängerinnen und Sänger in der Frauwüllesheimer Kirche sowohl bei den leisen als auch bei den lauteren Passagen des Werkes, der Klang des Chores war immer homogen und elegant, niemals schrill.

Höhepunkt des beeindruckenden Passionskonzertes war das moderne „Crucifixion - eine Passionsbetrachtung nach Spirituals” von Paul Ernst Ruppel. Ruppel, Komponist und Kirchenmusiker, schrieb 1960 sein kleines Oratorium für Sologesang, Posaune, Kontrabass, gemischten Chor und Sprecher unter Verwendung verschiedener Stilelemente: Sprechgesang und Song, Gospel und Jazz fließen ein in diese einprägsame Komposition. Zu hören sind alte Texte, aber sehr moderne Musik, die unter die Haut geht.

In Frauwüllesheim begeisterten neben dem Kammerchor der Cappella Villa Duria Bariton Wolfgang Tombeux, Posaunist Werner Kloubert und Kontrabassist Volker Masson.
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