Anne (13) und ihre Lavendelsäckchen: 3000 Euro für den Sudan

Von: Sandra Kinkel
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Anne Hilden aus Langerwehe (links) hat in anderthalb Jahren 1500 Lavendelsäckchen genäht, die sie zu Gunsten des Kinderhilfswerkes Unicef verkauft hat. Bürgermeister Heinrich Göbbels würdigt das Engagement der Schülerin. Foto: Sandra Kinkel

Langerwehe. „Ganz Deutschland muss mit Lavendelsäckchen versorgt sein. Dann höre ich auf.“ Anne Hilden (13 Jahre) aus Langerwehe ist ganz schön ehrgeizig. Seitdem die Schülerin des Wirteltor-Gymnasiums vor gut anderthalb Jahren im Fernsehen einen Bericht darüber gesehen hat, wie viel Wasser jeden Tag auf der Erde verschwendet wird, das in Afrika dringend benötigt würde, ist sie aktiv geworden. Anne Hilden hat in 18 Monaten 1500 Lavendelsäckchen genäht und verkauft.

Dank viele Spender konnte sie mittlerweile 3000 Euro an das Kinderhilfswerk Unicef überweisen. Acht Handwasserpumpen konnten von dem Geld für den Sudan angeschafft werden, rund 4000 Menschen haben aufgrund von Anne Hildens Initiative jetzt sauberes Trinkwasser.

Anne ist Unicef-Juniorbotschafterin, sie hat bei der Preisverleihung in der Frankfurter Paulskirche den Publikumspreis der Juniorbotschafter gewonnen und ist jetzt darüber hinaus noch vom Fernsehsender „Kika“ als „Zukunftsmacherin des Jahres“ geehrt worden. Um das außergewöhnliche Engagement der jungen Dame zu würdigen, hat Langerwehes Bürgermeister Heinrich Göbbels das Mädchen jetzt ins Rathaus eingeladen. „Ich kann nur noch sagen: ‚Anne Hilden – bekannt aus Funk und Fernsehen‘. Das ist wirklich toll“, so Göbbels. Anne Hilden, so der Bürgermeister weiter, sei ein Aushängeschild für die gesamte Gemeinde Langerwehe. „Das muss wirklich einmal gesagt werden.“

Anne Hilden freut sich über das Lob des Bürgermeisters, das sieht man dem zierlichen Mädchen, das in ihrer Freizeit als Funkenmariechen unterwegs ist, an. Trotzdem will sie sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. Im Gegenteil. „ An den Weihnachtstagen“, erzählt Annes Mutter Edith Hilden, „hat Anne wieder viel genäht.“ Kein Wunder eigentlich, die Schülerin hat von einer Karnevalsgesellschaft einen Auftrag für Lavendelsäckchen bekommen. „Und die müssen fertig werden. Es nützt alles nichts.“

Anne Hilden ist froh, dass sie mit ihrer Idee, Duftsäckchen zu nähen, so viel erreicht hat. „Es ist ja nicht nur, dass die Menschen Wasser haben“, sagt Anne. „Die Wasserpumpe bedeutet für die Menschen auch, dass die Kinder zur Schule gehen können, weil sie kein Wasser mehr holen müssen, dass die Tiere etwas zu essen bekommen, und die Leute auch Obst und Gemüse anbauen können. Das Wasser hilft wirklich in ganz vielen Lebensbereichen.“

Deswegen ist es gut, dass Anne Hilden so ehrgeizig ist. Und ganz Deutschland mit ihren selbst genähten Lavendelsäckchen versorgen möchte.

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