Düren - Annaoktav: Der Traum Gottes von einer anderen, besseren Welt

Annaoktav: Der Traum Gottes von einer anderen, besseren Welt

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
Regionaldekan Hans-Otto von Da
Regionaldekan Hans-Otto von Danwitz bei der feierlichen Erhebung des Annahauptes. Foto: kin

Düren. Die diesjährige Annaoktav wurde am Samstag mit einem feierlichen Gottesdienst eröffnet. „Die Welt auf den Kopf gestellt - Gottes Revolution mit Leib und Seele” hieß das erste Predigtthema der traditionellen Dürener Pilgerwoche.

Die Annakirche war voll besetzt, als Regionaldekan Hans-Otto von Danwitz von „Gottes Traum von einer anderen Welt” sprach. Anfangs, so von Danwitz, hätten die Menschen die revolutionären Bewegungen in den arabischen Ländern noch bejubelt, heute wüssten wir, dass allein der Ruf nach Veränderung nicht automatisch eine Besserung der politischen Verhältnisse zur Folge habe.

Gott, so der Regionaldekan, wolle da wohnen, wo es keine Unterdrückung von Fremden, kein Nachlaufen hinter anderen Göttern gebe.

„Wir merken schnell, wie höchst aktuell solche Weisungen sind”, sagt Hans-Otto von Danwitz. In vielen Ländern der Erde würden Menschen ohne einen gerechten Prozess verurteilt. Und auch in Deutschland hätte erst durch einen Gerichtsbeschluss festgestellt werden müssen, dass Asylbewerber die gleichen Ansprüche haben, wie Menschen die aus Deutschland stammen.

„Blutvergießen”, so von Danwitz in seiner aktuellen Predigt, „ist nicht nur in Syrien an der Tagesordnung. Und fremden Göttern nachlaufen ist selbst in der Kirche an der Tagesordnung, wenn scheinbaren Sicherheiten wie Traditionalismus und Dogmatismus mehr getraut wird als dem Fundament, das Jesus Christ allein ist.”

Von Danwitz mahnte die Gläubigen in der Annakirche, sich selbst zu Fragen, ob Gott sich auf sie verlassen könne. „Das Thema der Woche heißt ?Gottes Revolution mit uns. Aber gelingt es uns wirklich, uns mit Leib und Seele diesem Gott und seinem revolutionären Handeln zu verschreiben?” Mit diesen Fragen sei man beim Kern des christlichen Glaubens. Nur wer sich ganz und gar von Gott in Dienst nehmen lasse, könne mitwirken an einer Revolution, die am Ende deutlich werden lasse, was gut sei und was böse.

„Möge die diesjährige Annaoktav uns diesem Ziel ein wenig näher bringen”, so Hans-Otto von Danwitz.

Am Montag predigt Spiritual Georg Lauscher aus Aachen bei der Annaoktav zum Thema „Gottes Revolution durch die Achtung des Heiligen”.
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