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Anka Zinks staubtrockene Lästereien über die moderne Technik

Von: wam
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Anka Zink hat so manche Anekdo
Anka Zink hat so manche Anekdoten parat, um die Zuschauer zu begeistern. Foto: Sven Wamig

Düren. Subtil, staubtrocken und eine Bewährungsprobe für die Lachmuskeln des Publikums. So präsentierte sich die Bonner Kabarettistin Anka Zink, am Montag im Dürener „Komm”.

Die 55-Jährige kann bereits auf eine lange Schauspiel- und Kabarettkarriere zurückblicken, in der sie mit Harald Schmitt oder Volker Pispers gemeinsam auf der Bühne stand.

Seit 1991 ist Anka Zink als Solokabarettistin unterwegs und hat neun Programme aufgeführt. Zurzeit ist sie mit dem Programm „Sexy ist was anderes” unterwegs. Den Zuschauern im vollbesetzten Saal trieb Zink bereits nach zwei Minuten auf der Bühne die Tränen in die Augen - vor Lachen versteht sich. Aber worum gehts in dem neuen Programm „Sexy ist was anderes” eigentlich? Zink erklärt es kurz und knapp: „Der Mensch, seine Geräte, seine Gefühle”.

Staubtrocken und extrem cool steht Zink auf der Bühne und lästert über Jugend und den modernen Menschen mit seiner Vorliebe für Technik und Bequemlichkeit in der digitalen Welt. So sind auch nach Zink alle alt, die über vierzig sind - also alle, die noch wissen, was Privatsphäre ist. Gekonnt, überlegt und ohne Hemmungen nimmt Anka Zink die zunehmend technisierte Gesellschaft aufs Korn und vergleicht mit jeder Menge Anekdoten das „analoge” Früher mit dem „digitalen” Heute.

Chatroom statt Treffen, Community statt Familie und „twittern statt fummeln”. Die 55-jährige Bonner Kabarettistin schafft es, Beispiele des Alltags, die jeder kennt, in grundkomische Hüllen zu packen und die Zuschauer zu begeistern.

Zink nimmt den Kampf mit der Generation Spielkonsole auf und balanciert gekonnt auf dem Drahtseil zwischen Für und Wider der Kommunikationsgesellschaft : „Zu Hause ist da, wo der Strom stabil ist und ich meine Ladegeräte erziehe.” Kritik mit der gnadenlosen Waffe des Humors.

Die Besucher des „Komm” waren hellauf begeistert, und Anka Zink brachte es wieder einmal mehr auf den Punkt.
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