Angelika Milster in der Christuskirche: Gesang voller Leidenschaft

Von: Anneliese Lauscher
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Angelika Milster überzeugte in der Christuskirche mit ihrer Stimme und einem Repertoire, das von Kirchenliedern bis zu Musicalsongs reichte. Foto: Anneliese Lauscher

Düren. Zu einem ungewöhnlichen Kirchenkonzert strömten die Besucher in die Christuskirche: Angelika Milster gab sich die Ehre. Ihre wundervolle Stimme ist für ihre Fans keine Überraschung, vielleicht aber das vielseitige Repertoire.

Von feierlichen Kirchenliedern bis zu Musicalsongs spannte sie den Bogen. Im Hintergrund agierte Jürgen Grimm an der Orgel. „Ich mag die Atmosphäre in Kirchen“, sagte Angelika Milster, „ich mag die Haltung der Menschen in Kirchen.“ Das Agnus Dei von Georges Bizet jagte einem einen Schauer über den Rücken, mit kraftvoller Stimme wurde die inständige Bitte um Frieden vorgetragen: „Dona nobis pacem“.

Dann griff die Künstlerin ins Volksliedfach: „Guten Abend, gute Nacht“ von Johannes Brahms wurde ein gefühlvoller Vortrag, den die Menschen mit geschlossenen Augen genossen. „Ein schöner Tag“ in hellen Klangfarben bescherte ebenfalls viel Freude. „Gold von den Sternen“ und „Du hast mir Glück gebracht“ sind aus Angelika Milsters Alben. „Man sollte seine Spannbreite zeigen können“, sagte sie – und tat es. Sie überraschte voller Leidenschaft mit italienischen Opernliedern. Sie kann auch klassisch, das bewies sie mit Händels „Lascia ch’io pianga“. Ihre starke Stimme erfüllte den Raum, allein die Begleitung der Orgel vollendete das Klangerlebnis. Pete Seegers „Sag mir, wo die Blumen sind“ gab sie ihre eigene Interpretation, im abgehackten Marschtempo untermalte die Orgel die Zeile „Sag, wo die Soldaten sind.“ „Leider ist dieser Text heute noch aktuell“, meinte die Sängerin.

In „The Rose“ legte sie ihr ganzes Gefühl hinein. „Jerusalem“ wurde ein powervoller Vortrag, der das Publikum restlos begeisterte. Natürlich sang Angelika Milster auch, was alle hören wollten: Auf „Memory“ aus dem Musical Cats hatte man gewartet. Zunächst durfte man sich über die schöne Geschichte amüsieren, die dem großen Ruhm von Angelika Milster vorausging: Sie erzählte von ihrem Vorsingen, das der Beginn ihrer steilen Karriere mit Musicals von Andrew Lloyd Webber war.

Die Rolle der Grizabella ist untrennbar mit ihrem Leben verbunden. „Niemand singt ‚Erinnerung“ mit einer solchen Ausstrahlung“‚ meinte eine Besucherin in der Christuskirche. Und Angelika Milster erfreute ihr Publikum mit einer unvergesslichen Darbietung, einem hingebungsvollen Vortrag. „Der Mond ist aufgegangen“ war ihr letztes Lied, ehe sie sich mit herzlichen Worten von den Besuchern verabschiedete. Viele nutzten die Gelegenheit, der Diva ganz nahe zu kommen und sie um ein Autogramm zu bitten.


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