Düren - Angeklagter will von Betrügereien nichts gewusst haben

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Angeklagter will von Betrügereien nichts gewusst haben

Von: mv
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Düren. Betrug und Beihilfe zum Betrug werden einem jungen Mann (24) vorgeworfen, der es am Dienstag vor dem Dürener Amtsgericht vorzog, sich als komplett unschuldig darzustellen. Das brachte den Staatsanwalt in Rage.

Der Angeklagte, der sich in einer Ausbildung zum kaufmännischen Angestellten befindet, soll sich vor einem Jahr mit einem Freund in Düren in einen Laden für Herrenmode begeben haben. Dort wurde eingekauft: drei Pullover, eine Jacke, drei Hosen und ein Gürtel. Alles für 621 Euro. Gezahlt wurde vom Freund, der noch Schüler ist, mit einer gefälschten Scheckkarte. Dabei soll der Angeklagte gewusst haben, dass mit der Scheckkarte etwas nicht stimmt.

Vor Gericht meinte er jetzt, er habe nichts gewusst und nur gedacht, sein Freund habe eben reiche Eltern.

Des weiteren wirft die Staatsanwaltschaft dem 24-Jährigen vor, im Internet eine Spielekonsole angeboten zu haben, die er in der Realität weder verkaufen wollte noch konnte. 190 Euro gingen auf sein Konto ein, doch die Ware erhielt der Käufer nie.

Jemand habe sein Verkaufskonto im Internet und sein Konto bei der Bank benutzt, meinte der Angeklagte und stieß auf nichts als Unglauben. „Warum sollte jemand auf Ihr Konto Geld überweisen lassen?”, frage der Staatsanwalt. Die Ausführungen des Angeklagten waren daraufhin wirr und ergaben keinen Sinn. Von „abstrusen Erklärungen” und von „erdrückender Beweislage” sprach der Staatsanwalt.

Auch Richter Hans-Georg Wingen ermahnte auf seine bedächtige Art den Angeklagten, er möge sich zu einer Einlassung durchringen, die etwas lebensnaher sei. Wer beim Einkauf mit einer gefälschten Scheckkarte Beihilfe leiste, könne mit Haft betraft werden. Der Angeklagte war verdutzt, er hatte allem Anschein nach den Ernst der Lage nicht erkannt.

Bestraft wird auf jeden Fall der Schüler, der seinerzeit in dem Geschäft die Scheckkarte zückte. Er ist bereits verurteilt, erschien trotz Ladung als Zeuge aber nicht vor Gericht. Deshalb wird dieser Prozess eine Fortsetzung erleben.
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