Anbau Forensik: Mauern stehen

Von: Ottmar Hansen
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Die neue Fertigungshalle auf dem Forensikgelände (rechts) steht bereits. Scharfer Nato-Stacheldraht riegelt die Baustelle nach außen Foto: Ottmar Hansen

Düren. Der Rohbau steht. Im Dezember hätte man das Richtfest feiern können. Doch darauf wurde aus einleuchtenden Gründen verzichtet. Es geht um den Anbau an die Forensik in Düren.

Die Erweiterung der Klinik für psychisch kranke Straftäter wird unter Hochsicherheitsbedingungen angegangen. Da kann man keine Feiergäste gebrauchen! In den kommenden Wochen wird der Innenausbau erfolgen. Mit mehr Arbeitskräften als bislang. Eine Herausforderung für das Sicherheitspersonal.

Hinter den hohen Mauern der Forensik soll eine neue Intensivstation für die Aufnahme neuer Patienten und für Krisenfälle während der Behandlung errichtet werden. Acht Zimmer sind für diesen Zweck vorgesehen. Hinzu kommen Arzträume sowie zwölf Zimmer für Patienten, die derzeit noch in Haus 11C in der Allgemeinpsychiatrie auf dem Gelände der Landesklinik untergebracht sind. Was mit diesem alten Gebäude geschehen soll, ist noch unklar. Womöglich wird es abgerissen.

Im Neubau innerhalb der Forensik sollen im Souterrain unter der Intensivstation noch Gruppenräume für die Arbeits- und Ergotherapie eingerichtet werden. Gleich nebenan wird eine neue Werkshalle aus Metall hochgezogen. Auch hier ist der Rohbau schon zu erkennen. Neben Metall- und Holzarbeiten soll in diesem Gebäude auch eine industrielle Fertigung einziehen. Was genau hier produziert werde, sei aber noch unklar, berichtete Chefarzt Dr. Rolf Schellbach-Matthies am Montag. Bislang hätten die Patienten Behälter für Getränkeautomaten bearbeitet. Doch das Unternehmen habe seinen Standort verlagert.

Für die Dauer der Bauarbeiten habe die Klinik ihre Sicherheitsvorkehrungen extrem verschärft, betont Schellbach-Matthies. So wurde im April ein großer Kran auf dem Baugelände errichtet, mit dem das Material von außerhalb auf das Klinikgelände befördert werden kann (wir berichteten). Der Bauplatz wurde komplett mit Zäunen und Sicherheitsdraht abgeriegelt. Kameras überwachen jede Bewegung in der Nähe des Zauns. So soll sichergestellt werden, dass es zu keinerlei Kontakten zwischen Patienten und Bauarbeitern kommt. Schellbach-Matties: „Strenge Kontrollen sorgen dafür, dass abends nicht mal der Falsche nach Hause geht.”

Bislang gab es lediglich zwei Zwischenfälle auf der Baustelle: Einmal stürzte ein Arbeiter vom Gerüst und zog sich Prellungen zu, außerdem gab es reichlich Rauch, als ein Kompressor heiß lief.
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