Analyse-Mobil in Düren: Wie gesund ist das Brunnenwasser?

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Harald Gülzow stellt mit sein
Harald Gülzow stellt mit seiner Untersuchung schnell fest, ob das Brunnenwasser unbedenklich im Garten verwendet werden kann.

Düren. Viel Wasser wird im Sommer benötigt, um im Garten zu gießen und das Planschbecken zu füllen. „Es ist sinnvoll, mit einem Brunnen das oberflächennahe Grundwasser zu nutzen und das aus tieferen Schichten gewonnene Leitungswasser sparsam zu verwenden”, sagt Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende vom VSR-Gewässerschutz.

Doch ist das selbst geförderte Wasser unbelastet? Diese Information bekommt man am Labormobil der Gewässerschutzorganisation. Es hält am Dienstag, 3. Mai, auf dem Rathausvorplatz (Kaiserplatz) in Düren. Wasserproben können von 15 bis 17 Uhr abgeben werden.

Die Grunduntersuchung auf den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt wird dann vor Ort durchgeführt, sodass der Bürger schon gegen Ende der Aktion sein Ergebnis wieder abholen kann. Die Kostenbeteiligung der Brunnennutzer für diese Untersuchung beträgt zwölf Euro. Außer der angebotenen Grunduntersuchung können auch Eisengehalt, coliforme Keime und halogenhaltige Pestizide gegen Übernahme der Kosten bestimmt werden. Diese Ergebnisse der weitergehenden Analysen mit einer Bewertung seines Wassers erhält der Brunnenbesitzer dann nach etwas zwei bis drei Wochen per Post zugesandt.

Doch keiner wird mit seinen Messwerten allein gelassen. Das Team vom VSR-Gewässerschutz berät, sobald die entsprechenden Messergebnisse vorliegen, ob das Wasser zum Gießen, zum Befüllen des Planschbeckens, zum Waschen oder sogar zum Trinken geeignet ist. Damit die Ergebnisse auch aussagefähig sind sollten für die Probenahme und Transport Mineralwasserflaschen, die zuvor mehrmals mit dem jeweiligen Brunnenwasser gespült wurden benutzt werden. Am besten werden diese Flaschen erst kurz vor der Abgabe am Labormobil befüllt.

Mit seinen Informationsblättern möchte der VSR-Gewässerschutz, der Mitglied im Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) ist, den Brunnennutzer über Ursachen vorhandenerGrundwasserbelastungen aufklären. In weiteren vertiefenden Gesprächen können die Ursachen der Belastungen geklärt und Sanierungsvorschläge besprochen werden.

Bei flächendeckenden Belastungen erhält der VSR-Gewässerschutz durch die Analyse vieler einzelner Brunnenwässer Informationen über den Zustand des oberflächennahen Grundwassers einer Region. Ein Nitratanstieg im Grundwasser kann dadurch frühzeitig erkannt werden. Für eine persönliche Beratung ist das Team immer freitagvormittags unter Tel. 02831/976523 für Brunnennutzer zu erreichen. Alle Nitratergebnisse der letzten Jahren sind auf der Homepage http://www.vsr-gewaesserschutz.de dargestellt.

Nitrat ist ein Bestandteil vieler Dünger in der Landwirtschaft und Gartenbau. Wurde zu stark oder zum falschen Zeitpunkt gedüngt, kommt es zu einer verstärkten Auswaschung und somit zu höheren Nitratkonzentrationen im Grundwasser.

Besonders gefährdet ist das Wasser in Bereichen mit intensiven Sonderkulturen. Durch den Einsatz mineralischer Stickstoffdünger kann es zu einer Verlagerung des Luftstickstoffs in die Böden und grundwasserführenden Schichten kommen. Besondere Probleme entstehen oft auch durch Massentierhaltungen. Da diese selbst über eine zu geringe Anbaufläche für Futtermittel verfügen, kann die in der Gülle anfallende Stickstoffmenge nicht sinnvoll verwendet werden und muss über die Felder entsorgt werden.

Im Rahmen des Projektes „Nitratbelastung unserer Gewässer” beschäftigen sich die Umweltschützer mit den Ursachen der Nitratbelastung. Durch Messungen versuchen sie die Belastungen zu erfassen und Lösungen zu erarbeiten. „Es ist für die Wasserqualität unserer Flüsse wichtig, dass die Nutzer der Eigenwasserversorgungsanlagen sich an der Aktion beteiligen. Nur so werden die Belastungen im Grundwasser, die den Flüssen zusickern, festgestellt und können öffentlich gemacht werden”, sagt Susanne Bareiß-Gülzow vom VSR-Gewässerschutz.
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