An Weihnachten am liebsten nach Hause

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
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Jelle Hilarius, Volleyballer bei Evivo Düren, verbringt die Weihnachtstage bei seinen Eltern in Holland.
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Peter Zündorf kommt am ersten Weihnachtstag nach Hause – und freut sich auf Fondue.
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Christian Schulte war 2013 drei Monate im Krankenhaus. Er freut sich auf Zeit mit seiner Familie.
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Tina Lindemann lebt seit vier Jahren in Berlin. Die Feiertage verbringt sie am liebsten in Langerwehe.

Kreis Düren. „Weihnachten feiere ich am liebsten zu Hause“, sagt Tina Lindemann (36). „Weil hier die Menschen sind, die mir am meisten bedeuten. Und die anderen, die mir auch nahe sind, bringe ich einfach mit.“ So wie Tina Lindemann empfinden sicherlich viele. Weihnachten bedeutet Familie, nach Hause fahren, mit Verwandten und Freunden zusammen sein.

Die „DN“ haben vier Menschen getroffen, die allesamt an Weihnachten nach Hause fahren – entweder zurück nach Düren oder Langerwehe oder von Düren, ihrer neuen Heimat, zurück nach Hause.

Einer, der heute in Düren lebt, aber aus Haaksbergen in den Niederlanden stammt, ist Jelle Hilarius, Profi-Volleyballer bei Evivo Düren. Der 25-Jährige ist am Sonntag nach dem Training nach Hause gefahren. Am zweiten Weihnachtstag ist er pünktlich zur nächsten Übe-Einheit wieder in Düren. „Bei uns wird Heiligabend nicht gefeiert“, erzählt Jelle Hilarius, „sondern der erste und zweite Weihnachtstag.“ In den Niederlanden gibt es an Weihnachten keine Geschenke, die bringt hier der Nikolaus am 6. Dezember. „Aber“, lacht Jelle Hilarius, „dafür gibt es bei uns an Weihnachten Unmengen zu essen. Wir essen eigentlich die ganze Zeit.“ Da sei es eigentlich um so besser, schickt der Sportler schmunzelnd hinterher, dass am zweiten Weihnachtstagen schon wieder trainiert würde. „Wir essen so viel, da müssen die zusätzlichen Kilos sofort wieder runter.“

Peter Zündorf ist 29 Jahre alt, von Beruf Unternehmensberater und eigentlich die ganze Woche in ganz Deutschland unterwegs. „Ich bin immer auf Achse, und deswegen wünsche ich mir gerade zu Weihnachten einen Ruhepol.“ Peter Zündorf kommt am 1. Weihnachtstag zurück nach Düren, den Heiligen Abend verbringt er bei der Familie seiner Frau in Oldenburg. „Bei meinen Eltern gibt es normalerweise am 24. Dezember immer Fondue. Aber das wird jetzt auf den ersten Weihnachtstag verschoben.“ Gemeinsam mit seinem Vater ist Peter Zündorf für die passenden Soßen und Dips verantwortlich. „Die machen wir alle selbst.“ Vorstöße, das Fondue-Essen ausfallen zu lassen, hat Peter Zündorf im Keim erstickt. „Ich brauche diese Tradition einfach.“ Nach dem Fondue steht dann die Weihnachtsfete in der Endart auf dem Programm. „Da treffe ich immer viele Leute. Das ist einfach immer schön. Und gehört auch zum Weihnachtsfest zu Hause dazu.“

Tina Lindemann, die seit vier Jahren in Berlin lebt, und hier zwei Einrichtungen der Psychiatrie leitet, kann nur alle zwei Jahre an Weihnachten nach Hause kommen. „In dem anderen Jahr habe ich Bereitschaftsdienst. Um so mehr freue ich mich, dass ich dieses Mal wieder in Langerwehe feiern kann.“ Hier, so die junge Frau weiter, sei ihre Heimat, ihr Ruhepol. „Und meine Lieben aus Berlin bringe ich einfach mit.“ Den Heiligen Abend verbringt Tina Lindemann mit ihrer Mutter und deren Freund. Zu essen gibt es dann immer das, was die 36-Jährige sich wünscht. „Diesmal“, lacht sie, „ist das Geflügel. Den ersten Weihnachtstag verbringt sie mittags mit ihrem Vater, abends trifft sich dann die komplette Familie ihrer Mutter. „Da sind dann alle zusammen. Aus Berlin, Bonn, Düsseldorf und Langerwehe. Weihnachten ist halt Familie.“ Ihre Freunde von früher trifft Tina Lindemann aber auch. Und zwar am 2. Weihnachtstag. „Schulfreunde, Arbeitskollegen aus meiner Aachener Zeit – das muss auch sein.“

Für Christian Schulte (72) hat „Weihnachten zu Hause“ in diesem Jahr eine ganz besondere Bedeutung. „Ich war in den vergangenen zwölf Monaten zwölf Wochen im Krankenhaus“, erzählt der alte Herr. „Und drei Wochen zur Kur. Es wird einfach Zeit, dass ich wieder nach Hause komme.“ Christian Schulte ist zwar noch nicht ganz wieder hergestellt, trotzdem darf er auf jeden Fall an Heiligabend zu seiner Frau und seiner Tochter. „Ich freue mich einfach sehr, wieder mit meiner Familie zusammen zu sein. Da wird super gekocht, und wir verbringen Zeit miteinander. Ich habe von der Zeit im Krankenhaus einfach die Nase voll“.

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