„Ampel“-Koalition will „in Ruhe“ arbeiten

Von: inla
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Das Areal an der Schützenstraße will die „Ampel“ schnell entwickeln. Das Grunstück ist Teil des Masterplans. Foto: Ingo Latotzki

Düren. Gut vier Monate nach der Kommunalwahl und dem politischen Wechsel in Düren hat die neue Mehrheits-Koalition am Mittwoch eine Bilanz ihrer bisherigen Arbeit gezogen. Die Vertreter der „Ampel plus“ listeten auf, was aus ihrer Sicht auf den Weg gebracht wurde. Insgesamt zwölf Punkte stehen auf einem gemeinsamen Papier von SPD, Grünen, FDP und Linke.

Seit Monaten wird in Düren über den Masterplan diskutiert. Das vom Aachener Stadtplaner Dr. Harald Heinz federführend erarbeitete Werk ist eine Art Gebrauchsanweisung für Düren. Zahlreiche Vorschläge beschäftigen sich damit, wie sich die Innenstadt entwickeln könnte. Es geht beispielsweise um die Gestaltung von Parks, private Neubauten oder die Funktionalität von Plätzen.

„Wir müssen nun alles in Ruhe in Angriff nehmen“, sagten Liesel Koschorreck und Ulf Opländer von der SPD. Priorität habe für die „Ampel“ die Gestaltung von Köln- und Schützenstraße, Markt und Kaiserplatz. Bis alle Projekte realisiert sind, werde es noch dauern. Teilweise sollen Wettbewerbe ausgeschrieben werden, um Ideen und Ansätze für eine Gestaltung zu erhalten. Liesel Koschorreck: „Die CDU will in erster Linie eine neue Brücke über die Rur bauen, das ist nicht unser Weg.“

Zudem gingen die Meinungen im Zusammenhang mit dem Kaiserplatz auseinander. Laut Masterplan soll das Areal vor dem Rathaus Bänke erhalten, womöglich Bäume und Wasserflächen. Gleichwohl soll er auch weiterhin möglich sein, große Veranstaltungen auszurichten, bei denen etwa wie bei den Jazztagen eine Bühne aufgebaut wird und Platz für mitunter einige Tausend Menschen zur Verfügung stehen soll. Laut „Ampel“ wolle die CDU kaum etwas verändern, um den Veranstaltungen Vorrang einzuräumen. Die Koalition strebe eine Mischung an, hieß es. Konkret wurde es am Mittwoch aber nicht. Zunächst müssten in Ruhe Gespräche geführt werden, um das Machbare beschreiben zu können.

In vielen Punkten verweist die Koalition darauf, dass erst einmal Ergebnisse abgewartet werden müssten. SPD, Grüne, FDP und Linke hätten Projekte angestoßen. Genannt wurde der Schulentwicklungsplan, der speziell für Düren erarbeiten soll, welche Schulformen künftig benötigt würden. „Wir brauchen genaue Daten, um beurteilen zu können, wohin die Reise geht“, sagte Grünen-Sprecherin Verena Schloemer. Aufgelistet wurde ferner der „Runde Tisch“, der sich mit der Entwicklung des Stadthallen-Grundstücks befassen soll. Das Gremium tagt erstmals am 23. Oktober. Derzeit kristallisieren sich zwei Lösungsansätze heraus, über die diskutiert werden wird. Spruchreif ist noch nichts.

Als Erfolg feierte die „Ampel“ auch den Anteils-Rückkauf an den Stadtwerken. Die Stadt hält nun eine Mehrheit von 50,1 Prozent und gibt dafür 28,5 Millionen Euro aus.

Ob die „Ampel“ mit einer Bürgermeisterkandidatin ins Rennen geht (Liesel Koschorreck) oder ob die anderen Parteien eigene Bewerber nominieren, blieb offen. Auch in diesem Punkt würden noch Gespräche geführt, danach falle eine Entscheidung.

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