Amerikanisch-deutsche Verständigung

Von: Sandra Kinkel
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30 Jugendliche aus Inden, Langerwehe und dem amerikanischen Frederick haben zwei Wochen miteinander verbracht. Im Rahmen des Austauschs haben sie auch Jugendliche aus Klein Schwechten in Sachsen-Anhalt getroffen.

Langerwehe/Inden. „Es war ein besonderes Erlebnis“, sagt Daniel Müller-Thor, Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Inden-Langerwehe. „Vor allem, weil die Jugendlichen wirklich als Gruppe zusammen gewachsen sind.“ Die Gemeinde von Daniel Müller-Thor hatte Besuch von einer Jugendgruppe aus Frederick in Maryland in den USA.

„Ich kenne die Pfarrerin von dort“, so Müller-Thor. „Und als wir uns im vergangenen Jahr in Köln getroffen haben, ist die Idee entstanden, einmal etwas gemeinsam zu machen.“ So ist die Idee zu dem Jugendaustausch entstanden. Die Jugendlichen aus Amerika haben mit Pfarrerin Barbara Kershner-Daniel zunächst eine Gemeinde in Klein-Schwechten in Sachsen-Anhalt besucht, den zweiten Teil ihrer Reise haben sie bei Gastfamilien in Inden und Langerwehe verbracht.

Daniel Müller-Thor: „Gemeinsam sind wir dann in den Harz gefahren. Das war für die Jugendlichen ein besonderes Erlebnis.“ Die jungen Leute, so der Pfarrer weiter, seien allesamt nach dem Fall der Mauer geboren. „Im ehemaligen Ostdeutschland“, so Müller-Thor, „ist ihnen dann klar geworden, dass es keineswegs selbstverständlich ist, dass Jugendliche aus den USA, aus West- und aus Ostdeutschland hier gemeinsam Zeit verbringen.“

Den Tagebau besucht

Zurück in Langerwehe haben die Teenager den Braunkohletagebau besucht, und sich darüber hinaus auf die Spuren der Geschichte begeben.

Müller-Thor: „Wir haben uns den Westwall angesehen und sind zum Soldatenfriedhof im belgischen Henri-Chapelle gefahren.“ Klar, dass auch ein Besuch der Dürener Annakirche nicht fehlen durfte. Einen Sonntag hat Barbara Kershner-Daniel im Gottesdienst gepredigt. „Da waren 170 Menschen in der Kirche“,so Müller-Thor. „Das ist für uns sehr viel. An normalen Sonntagen kommen um die 40 Leute in die Kirche.“

Daniel Müller-Thor und Barbara Kershner-Daniel können sich gut vorstellen, die Partnerschaft zwischen ihren beiden Gemeinden zu intensivieren. Die Langerweher und Indener Jugendlichen wollen auf jeden Fall ihre neuen Freunde in den USA besuchen.

Müller-Thor: „Wir planen auf jeden Fall im kommenden Jahr einen Gegenbesuch.“ Dafür sucht der evangelische Pastor allerdings noch Sponsoren. „Wir fahren nur, wenn wirklich alle Jugendlichen, die wollen, auch mitfahren können. Und es keine finanziellen Hürden gibt.“

Im vergangenen Jahr haben Daniel Müller-Thor und seiner Frau Sjofn Müller-Thor übrigens einen sehr erfolgreichen Jugendaustausch mit jungen Leuten aus Island organisiert. So erfolgreich, dass die Initiative von der Europäischen Union als eines der neuen besten Austauschprogramme der vergangenen drei Jahre ausgezeichnet worden ist.

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