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Am Wirteltor-Gymnasium gibt es eine Songwriting-AG

Von: kin
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Christian Schorn, Maximilian Hamel. Dustin Gooszens, Erik Friedgen und Alexander Hermanns (von links) gehören zur Band der Songwriting-AG. Foto: Sandra Kinkel

Düren. Berühmte Songs einfach nachspielen – das geht gar nicht. „Covern ist hier nicht erlaubt“, sagt Haris Zahirovic (34). Und der muss es wissen. Zahirovic ist Lehrer am Dürener Wirteltor-Gymnasium und betreut die Songwriting-AG an seiner Schule. Und wie der Name schon sagt, geht‘s beim Songwriting darum, Lieder selbst zu schreiben.

Zur Songwriting-AG gehören Vincent und Erik Friedgen, Christian Schorn, Maximilian Hamel, Dustin Gooszens, Alexander Hermanns, Lea Aldenhoven, Rahel Erki, Linda Güstern, Christina Mager und Anika Winhoven. Die jungen Leute treffen sich regelmäßig jeden Mittwoch in der siebten und achten Stunde, um an ihren Songs zu feilen und einzustudieren.

„Am Anfang musste ich noch viele Tipps geben“, sagt Haris Zahirovic. „Aber mittlerweile ist das hier ein echter Selbstläufer geworden.“ Wichtig, so Zahirovic, sei natürlich auch gewesen, dass die Jugendlichen auch einige theoretische Grundlagen gelernt hätten. „Zum Beispiel, welche Akkordfolgen es in Pop-Songs gibt. Oder wie man eine gute Melodie findet.“

Die Mädchen der Songwriting-AG sind fürs Singen zuständig, die Jungs rocken mit Keyboards, E-Gitarren, E-Bass und Schlagzeug. Linda Güstern: „Wir schreiben Texte über die Sachen, die uns wichtig sind. Über Liebe und Freundschaft. Einmal hatten wir zum Beispiel mal ein Lied, das davon handelt, wie es ist, wenn man eine Person verliert und die dann auch wahnsinnig vermisst.“

Oft ist es so, dass die Sängerinnen eine Melodie im Kopf haben. „Die singen wir den Jungs dann vor“, sagt Lea Aldenhoven. „Und die spielen die dann nach.“ Manchmal sei es aber auch umgekehrt, und die Melodie sei vor dem Text da. „Es ist schwer zu erklären, wie man ein Lied schreibt“, sagt Christina Mager.

Aber was macht überhaupt einen guten Pop-Song aus? Darauf hat Erik Friedgen, der nach dem Abitur gerne Musiklehrer werden möchte, eine Antwort parat: „Anfangs lag unser Fokus sehr auf Balladen. Mittlerweile haben wir aber auch ein paar schnellere Songs.“ Jedes Lied, ergänzt Maximilian Hamel, brauche Wiedererkennungswert, ohne dabei allzu abgedroschen zu sein. „Und die Lieder dürfen nicht zu kompliziert sein“, so Max Hamel, der gerne Pop-Design in Mannheim studieren möchte.

13 eigene Songs

Die Jugendlichen aus der Songwriting-AG treten regelmäßig bei Konzerten ihrer Schule auf, auch auf dem Kölner Weihnachtsmarkt haben sie schon gespielt. „Wir haben mittlerweile 13 eigene Songs“, sagt Erik Friedgen. „Das würde auch für eine eigene CD reichen. Aber die aufzunehmen, ist natürlich wahnsinnig teuer.“ Einmal haben die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft sich einen Studiotag bei Jens Dreesen in Jülich geleistet. Haris Zahirovic: „Das ist der Schlagzeuger von ‚Mrs. Greenbird‘. Mit dem haben wir schon zusammen gearbeitet.“

Die Mitglieder der Songwriting-AG sind auf der Suche nach Sponsoren, damit der Traum von der eigenen CD vielleicht irgendwann einmal wahr wird. Bis dahin heißt es aber noch tüchtig üben. Und vielleicht kommt ja auch noch der ein oder andere neue Song hinzu.

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