Am Lendersdorfer Krankenhaus: Ein Fachmann für Sportler-Knochen

Von: Guido Jansen
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Dr. Jörn Hillekamp
Dr. Jörn Hillekamp, Chefarzt der Chirurgie am Augustinus-Krankenhaus in Lendersdorf, gilt als Fachmann speziell bei Verletzungen von Sportlern. Foto: Guido Jansen

Düren. Herbert, genannt Hacki, Wimmer hat immer hart gearbeitet. Er war der Mann, der fußballerisch hinter Günter Netzer aufgeräumt hat. Knochenarbeit hat er bei Borussia Mönchengladbach und in der Nationalmannschaft gemacht.

So wurde das Duo Anfang der 70er Jahre zwei Mal deutscher Meister und 1972 Europameister. Nach dem Ende seiner Karriere plagten Wimmer Hüftprobleme. Mit der Hilfe eines Dürener Spezialisten hofft Wimmer jetzt auf Besserung.

Kürzlich ist der 64-Jährige am St. Augustinus Krankenhaus Lendersdorf operiert worden. Dr. Jörn Hillekamp, seit eineinhalb Jahren Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie, hat den Eingriff vorgenommen.

„Es kommt recht häufig vor, dass Leute einen weiten Weg in Kauf nehmen, um bei uns behandelt zu werden”, berichtet Hillekamp.

Darunter sind bekannte Namen aus der Welt des Sports, die aus Datenschutzgründen nicht genannt werden dürfen. Zwei Gründe sprechen laut Hillekamp für Lendersdorf: Zum einen hat das Haus einen sehr guten Ruf, der auf der Arbeit seines Vorgängers Dr. Wolfgang Spithaler beruht.

Zum anderen gilt der neue Chefarzt als anerkannte Kapazität für Probleme im Bereich der Wirbelsäule und der Beine.

Anfang Dezember hat der Chirurg den Meniskusschaden von Niklas Rademacher behoben. Gut drei Wochen später stand Rademacher wieder für den Volleyball-Bundesligisten Evivo Düren auf dem Feld.

Der Kontakt zu Hacki Wimmer kam über Hillekamps Kollegen Dr. Jens-Felix Kühlmorgen zu Stande. Kühlmorgen ist ärztlicher Leiter des Rehabilitationszentrums in Lendersdorf und Mannschaftsarzt bei Borussia Mönchengladbach.

„Man könnte sagen, dass ich Teil eines Netzwerkes bin. Wenn etwas mit der Wirbelsäule, den Knien oder Füßen ist, dann werde ich angesprochen”, erklärt der Mann, der gebürtig aus Mönchengladbach stammt.

Seine sportlichen Wurzeln hat Hillekamp allerdings nicht bei der Borussia, sondern im Hockey. Und da gilt die Stadt am Niederrhein als Hochburg.

Der Lendersdorfer Chirurg ist Mannschaftsarzt der Junioren-Nationalmannschaft und war 1985 Junioren-Weltmeister, zudem Junioren-Europameister. Zum Hockey-Spielen kommt der 44-Jährige jedoch nur noch selten. Schließlich waren die jüngsten 18 Monate für Jörn Hillekamp sehr arbeitsintensiv.

Seit er den Chefarzt-Posten übernommen hat, ist viel passiert. Die Abteilungen Unfallchirurgie und Orthopädie sind zusammengefasst worden. 15 Ärzte arbeiten unter Hillekamps Leitung, 82 Betten gibt es in seinem Fachbereich. „Eine solche Abteilung finden sie in Köln nicht”, berichtet der Familienvater.

Die Größe der Abteilung und die Kombination mit anderen Bereichen wie Rehabilitation, Radiologie oder Neurologie bieten, so der Chirurg, Möglichkeiten, die man an anderen Standorten nicht findet. Dazu kommt das große Vorhaben, die Abteilung weiter zu modernisieren.

In Lendersdorf sei gute Vorarbeit geleitet worden. „Die Geschäftsführung hat immer im Sinne des Patienten investiert. Das ist nicht überall selbstverständlich”, sagt der Spezialist. Hillekamps Ziel: Er will für jedes Problem in seinem Bereich einen Experten in seiner Abteilung haben.

Derzeit pendelt der Mann zwischen Bonn, wo seine Familie lebt und er studiert hat, und Düren hin und her. „Bisher war das Arbeitspensum zu heftig, um da auch noch einen Umzug mit der ganzen Familie zu schaffen”, so Hillekamp. Auf Dauer sei jedoch geplant, im Dürener Raum sesshaft zu werden.

„Ich würde mir wünschen, hier bis zur Rente zu arbeiten”, sagte er. Zumal Düren nicht nur medizinisch eine reizvolle Adresse sei. „Ich verstehe gar nicht, warum viele Dürener immer von der Stadt zwischen Aachen und Köln sprechen. Düren hat sehr viel zu bieten.”
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