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Am Ende findet der traurige Petz endlich eine liebe Frau...

Von: ale
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Bruder Wolfgang Mauritz begrüßte die kleinen und großen Zuschauer im Kloster-Kultur-Keller. Foto: ale
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Stella Jabben zog das Publikum mit ihrem faszinierenden Spiel in ihren Bann, und der Bär eroberte im Nu sämtliche Herzen.

Vossenack. Am Samstagnachmittag hatte sich der kleine Theaterraum im Kloster-Kultur-Keller am Franziskanerkloster wieder mit Zuschauern gefüllt, die mit Spannung eine Aufführung erwarteten: „Das Bärenwunder“ wurde gespielt, ein Stück „für Theateranfänger“.

Stella Jabben vom Theater Blaues Haus Krefeld spielte das Stück ganz alleine, sie verschob die Kulissen, schlüpfte in die Rolle des Bären, des Hasen, der Vögel, der Frösche und des Storchs. Mit Einfühlungsvermögen und unglaublicher Wandlungsfähigkeit mimte sie sowohl den tollpatschigen Bären als auch die ängstlichen, piepsigen Vogelbabys.

Der Bär erwacht nur ganz zögerlich vom Winterschlaf, die Kinder lachen über das knuddelige Knäuel, das da schnarchend auf der kleinen Bühne liegt, während die Häschen aufgeregt den Frühling begrüßen. Eine lästige Fliege fliegt hektisch summend durch den Raum und landet vor der Nase des Bären – und haps! hat er sie gefressen.

Ganz allein...

Als er so richtig aufgewacht ist, stellt er fest, dass er ganz allein ist. Am besten wäre es, wenn er ein Baby bekäme. Er fragt die Hasen um Rat, doch die legen ihn richtig rein. Und auch die Vögel, zu deren Nest er in einer halsbrecherischen Aktion hochklettern will, scheinen nicht zu wissen, wie man zu einem Bärenbaby kommen könnte.

Sie raten ihm, ein Nest zu bauen und kräftig zu drücken, damit er ein Ei legen kann. Was dabei herauskommt, bringt den Bären auch nicht weiter, aber die Kinder sehr zum Lachen! Schließlich behauptet die Maus, dass der Klapperstorch die Kinder bringt. Es erscheint ein wunderschöner weißer Storch mit langen Beinen und knallrotem Schnabel (eine außergewöhnliche Handpuppe, mit der Stella Jabben meisterlich hantiert), der klärt den Bären auf: „Ein für allemal: Ich bringe keine Babys.“ Stattdessen macht er sich auf die Jagd nach Fröschen, die ihm nur mit knapper Not entkommen. Da quakt die Fröschin zum Frosch: „Das Leben kann so kurz sein, lass uns eine Familie gründen!“

Es war faszinierend zu sehen, wie das Puppenspiel die Kinder in seinen Bann zog: wie sie mit dem einsamen Bären leiden und über die lustigen Szenen lachen, manchmal dazwischen rufen, wenn sie meinen, helfen zu müssen. Schließlich trifft der Bär eine reizende Bärenfrau, und eine gute Lösung bahnt sich an. Begeistert applaudierten die Kinder und die Eltern, die sie begleiteten.

Bruder Wolfgang Mauritz machte noch auf einen Zusatztermin im Vorstellungskalender aufmerksam: Am 11. Juni wird „Nudo – Franz von Assisi“ aufgeführt, ein Marionettenspiel der Strippkes Trecker. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.kloster-kulur-keller.de.

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