Am 1. Mai demonstriert der DGB wieder in Düren

Von: mv
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Immer für die Menschen da, die den Reichtum des Landes erarbeiten: Die Gewerkschafter Heinz Pelter und Karl Panitz. Foto. Margret Vallot

Düren. „Der 1. Mai ist unser Tag“, das sagt in diesem Jahr Gewerkschaftssekretär Karl Panitz mit besonderer Betonung auf „unser“. Und so lautet auch das Motto, unter das die Gewerkschafter die Veranstaltungen an diesem Tag gestellt haben. „Der 1. Mai ist unser Tag“, damit will der DGB den Tag ausdrücklich als Tag der Beschäftigten, die in diesem Land den Wohlstand erarbeiten, für sich beanspruchen.

Gewerkschafter kämpfen immer an vielen Fronten. Mitbestimmung und Tarifpolitik sind ihnen wichtig. Doch zur Zeit lehnen sie sich besonders gegen eine gewisse Entwertung der Arbeit auf. „Aus sicheren Arbeitsplätzen wurden oft unsichere Jobs“, sagt Panitz. Die einen hängen im Niedriglohnsektor, die anderen müssen sich mit Minijobs und Leiharbeit zufrieden geben, wieder andere werden krank durch Stress, und besonders Frauen drohe die Altersarmut.

„Die Zahl der Aufstocker ist in den letzten Jahren stark gestiegen.“ Etwa 1000 sollen es in Düren sein, so vermutet Panitz. Aufstocker sind Personen, die mit ihrer Beschäftigung ein so geringes Einkommen erzielen, dass sie ergänzend finanzielle Leistungen vom Staat erhalten. Panitz und der ehrenamtlich im DGB-Kreisverband aktive Heinz Pelzer kennen viele Tätigkeiten, für die deutlich weniger pro Stunde gezahlt wird, als die 8,50 Euro, die der DGB als Mindestlohn vorschlägt.

Panitz und Pelzer prangern auch die Situation junger Menschen an, die nach der Ausbildung nur befristete Jobs erhalten und sich deshalb hinsichtlich ihrer Zukunftsplanung in einer Sackgasse sehen. Genug Themen also, um am 1. Mai auf die Straße zu gehen.

Traf man sich in früheren Jahren immer im Willy-Brandt-Park, so wird in diesem Jahr auf dem Ahrweilerplatz neben der Annakirche gefeiert und diskutiert. Die Kundgebung beginnt um 11 Uhr. Für türkisches und kurdisches Essen, für Würstchen und Getränke ist gesorgt. „Beater F. und Band“ werden mit Oldies für Unterhaltung sorgen. Für Kinder gibt es eine Hüpfburg und andere Attraktionen.

Ein besonderes Jahr

An einer Gesprächsrunde nehmen teil: Lara Gierscher, die Mitglied des IGBCE Bezirksjugendausschusses Alsdorf ist, der Vizepräsident der Handwerkskammer Felix Kendziora und Heinz Peltzer als Vorsitzender des DGB Kreisverband Düren. Kendziora soll sich zur Situation im Handwerk äußern. Bereits um 10 Uhr trifft sich alles in der Kuhgasse. Anschließend wird in Begleitung der Band „Manos Rapidos“ demonstriert. Alle können mitmachen, nur Rechtsextreme sind von der Veranstaltung ausgeschlossen. Darauf weißt Panitz eigens hin.

2013 sei nämlich kein Jahr wie jedes andere. Am 2. Mai vor 80 Jahren wurde die deutsche Gewerkschaftsbewegung von den Nationalsozialisten zerschlagen. Gewerkschafter wurden verhaftet, verschleppt, gefoltert. Auch deshalb ist, laut Panitz, bei Veranstaltungen des DGB kein Platz für Rechtsradikale.

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