Düren - Alternativ-Karnevalisten starten verändert in 11. Session

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Alternativ-Karnevalisten starten verändert in 11. Session

Von: Burkhard Giesen
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Das neue Dürener Prinzenpaar
Das neue Dürener Prinzenpaar oder die zwei eiligen Könige? Weder noch. Es sind Verena Schloemer und Tom Lüttgens von den Skunks. Foto: Burkhard Giesen

Düren. „Vielleicht gibt es ja auch einen Skunk-Prinzen, wenn dem Festkomitee ein Karnevalsprinz fehlt?”, lässt sich Tom Lüttgens von den Dürener „Skunks” entlocken. Man weiß es nicht so genau, denn er grinst vielsagend dabei. Ihr erstes Arbeitswochenende haben die Skunks hinter sich, ab kommender Woche wird wieder regelmäßig an Stücken gefeilt, die dann ab Januar aufgeführt werden. Und das in leicht veränderter Form.

Bernd Hahne, einer der Ur-Skunks, wird nur noch begrenzt zur Verfügung stehen. Verena Schloemer: „Wenn einer von der Kerngruppe geht, ist das natürlich nicht ganz so leicht zu verkraften.” Aber: Hahne wird weiter für die Skunks Texte schreiben, halt nur nicht mehr auf der Bühne stehen. Konzeptionell werden die Alternativ-Karnevalisten wieder auf einen Handlungsrahmen setzen, der eine Geschichte erzählt und die einzelnen Sketche verbindet. „Wir haben im letzten Jahr zum ersten Mal mit einem kompletten Skript gearbeitet und nicht nur der Moderation den roten Faden überlassen”, erklärt Tom Lüttgens, „und das war eine sehr gute Show, nach der etwas schwächeren im Vorjahr.”

Und welche Geschichte wird erzählt? „So weit sind wir noch nicht. Aber die ersten Ideen kristallisieren sich natürlich schon heraus”, sagt Lüttgens, der die Skunks stets als Ergänzung zum Karneval betrachtet hat. Lüttgens: „Den Engagierten auf den Dörfern, die alles selbst machen, fühlen wir uns aber eher verbunden.”

So wie bei den Skunks, die auch alles selber machen und dabei auf eine breite Palette der Genres setzen, von Kabarett bis Stand-up-Comedy, von Tanz bis Akrobatik und Musik. Natürlich wird es dabei auch ein Wiedersehen mit den bekannten Figuren geben, Trudchen zum Beispiel, die Putzfrau aus der Verwaltung, gespielt von Verena Schloemer, die diese Rolle liebt: „Das macht mir Spaß, die hysterische Alte rauskehren zu können.”

Den Zuschauern macht es offenbar auch Spaß - in der letzten Session waren alle Vorstellungen ausverkauft.

Mit ein Grund, warum die Skunks darüber nachdenken, in der kommenden Session noch zwei, drei Auftritte drauf zu packen. Statt der sonst zehn könnten es dann elf bis 13 Aufführungen werden - wohl wieder auf Schloss Burgau, wo die Atmosphäre für die Skunks stimmig war, wenn auch nur 130 Gäste in den Raum passen. Natürlich kommen viele der Skunk-Fans wegen der lokalpolitischen Anklänge.

Da amüsieren sich einige gleich doppelt. Der Bürgermeister zum Beispiel, der ja auch Ziel des Spotts ist. Verena Schloemer: „Paul Larue kommt regelmäßig zu unseren Aufführungen und man spürt, dass er sich auch ehrlich amüsiert.”

Das könnte auch daran liegen, dass die Kritik, die die Skunks versprühen, durchaus schon mal übel in den Kopf steigt, aber nie beleidigend ist. Lüttgens: „Wir wollen niemanden persönlich bloßstellen.” Aber eben Entwicklungen, die in der Stadt falsch laufen, offen legen. Und das halt so, dass die Leute Spaß daran haben.

Und woran werden die Zuschauer im Januar Spaß haben? Auch die Nachfrage hilft da nicht wirklich weiter. Bis Verena Schloemer sich dann doch ein klitzekleines bisschen erweichen lässt. Klar, es wird wieder um die Stadthalle gehen und die Umgehungsstraße. Darum, dass Düren eine Stadt der Parkhäuser ist, und, so Schloemer weiter: „Unser Lieblingsdezernent geht.” Liebevoll-satirisch dann natürlich auch verabschiedet von den Skunks.

Die Skunks haben sich im Jahr 2001 zusammengefunden und im Januar 2002 ihren ersten Auftritt absolviert. Es gibt also ein närrisches Jubiläum: die Skunks gehen in die 11. Session.

Rund 15 Mitstreiter gibt es bei den Skunks, inklusive der Musikgruppe. Wer bei den Alternativ-Karnevalisten mitarbeiten will, kann sich bei Tom Lüttgens im Dürener „Komm”-Zentrum, Telefon 02421/ 189204, melden.

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