Alte Meister aus junger Hand

Von: bugi
Letzte Aktualisierung:
6715455.jpg
Im Rahmen der Aktion „Kulturrucksack NRW“ haben Kinder und Jugendliche kostenlos Workshops im Hoesch-Museum besuchen können und mit dem Künstler Antonio Nuñez zusammengearbeitet.

Düren. Natürlich wird am Sonntag die Präsentation der Sammlung Frerich im Dürener Leopold-Hoesch-Museum alles überstrahlen. Über 400 Grafiken und Handzeichnungen von 158 Künstlern, von Goya bis Grass, von Dix bis Beckmann, werden erstmals gezeigt. Zeit sollte man sich beim Museumsbesuch aber nicht nur für die prominenten Selbstporträts nehmen.

Denn das Museum lockt mit weiteren Arbeiten, die teils vor Ort entstanden sind. Museumspädagogin Jeannine Bruno hat die Werke von Kindern und Jugendlichen zusammengestellt, die in diesem Jahr im Rahmen der Malklasse, von Workshops, zum Förderprogramm Kulturrucksack NRW und zum Weltkindertag entstanden sind.

Passend zur Frerich-Sammlung werden von teilweise Sechs- und Neunjährigen im Stil der alten Meister gezeichnete Porträts gezeigt, die Orgel aus Papier, die zum Dürener Orgelherbst in Kooperation mit der Anne-Frank-Gesamtschule entstanden war, Arbeiten von Jugendlichen mit dem Künstler Antonio Nuñez, oder von Niki de Saint Phalle inspirierte Skulpturen.

Parallel dazu präsentiert der Dürener Museumsverein wieder seine Jahresgaben. Mit im Angebot: eine Arbeit auf Ton von Otto Piene. Erschwinglicher sind vier Bilder des Dürener Architekten und Künstlers Wolfgang Meisenheimer oder des Grafikers Wolfgang Heuwinkel. Ihm ist im Papiermuseum eine eigene Ausstellung gewidmet.

Heuwinkel im Papiermuseum

Heuwinkel, der mit Zellstoff arbeitet, ist bereits seit Mitte der 1980er Jahre immer wieder im Hoesch-Museum vertreten. Er hat sich an der Internationalen Papierbiennale beteiligt, ebenso an der Ausstellung „Summer of Paper“ im Jahr 2011. Zu seinem 75. Geburtstag zeigt das Papiermuseum nun alle Werke des Künstlers, die in diesem Jahr entstanden sind.

„Heuwinkel nutzt die natürlichen und physikalischen Fähigkeiten des Zellstoffs“, erläutert Jutta Reich vom Hoesch-Museum. Spannend ist der Prozess, weil die Farbpigmente stets anders verlaufen und es sich um ein strukturiertes Grundmaterial handelt. Jutta Reich: „Das ist ein Prozess der sich entwickelt und der nicht steuerbar ist.“ Eröffnet werden die Ausstellungen am morgigen Sonntag um 12 Uhr.

Führungen durch die Ausstellungen sind dann ab 13 Uhr möglich. Ebenfalls ab 13 Uhr wird die Malerin Ulrike Zilly Porträts vor Publikum anfertigen. Zusätzlich wird es in der Zeit von 12 bis 15 Uhr einen von Marijke Vissia gestalteten Workshop für Kinder, Jugendliche und Erwachsene geben. Die Jahresgaben können nur von Mitgliedern des Museumsvereins erworben werden, dem man aber vor Ort beitreten kann.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert