Allseits bekannte Hits in neuem Glanz

Von: Julian Loevenich
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Große Erfolge der internationalen Musikszene interpretierten die Schülerinnen und Schüler auf ihre ganz eigene Art. Foto: Julian Loevenich

Düren. Gotye, Metallica, Katy Perry, Elton John, Madsen: wie eine hochkarätige Festival-Besetzung liest sich das Programm. Doch auf der Bühne in der Aula des Stiftischen Gymnasiums präsentierten sich am Freitag- und Samstagabend nicht etwa die Koryphäen der internationalen Musiklandschaft persönlich, sondern die rund 30 Schülerinnen und Schüler des Instrumentalpraktischen (Ip-) Kurses der Jahrgangsstufe zwölf.

Der Projektkurs ist mittlerweile zur festen Größe innerhalb des Musikzweiges der Schule herangewachsen und hat auch in diesem Jahr wieder buchstäblich aus dem Nichts unter der Leitung von Markus Mönkediek innerhalb eines Jahres Erstaunliches hervorgebracht.

Wie bei einem Musiksender

„Get the Clip“ lautete das Motto des Abends als Anlehnung an einen bekannten Musikfernsehersender, das zum einen den Rahmen stellte. Zum anderen zog es sich durch die Vorstellung wie ein roter Faden hindurch. Auf weiße, neben dem Bühnenraum hängenden Leinwänden wurden immer wieder Einspielungen projiziert. Da war beispielsweise die Anmoderation, bei der live hinter die Bühne zu den Künstlern geschaltet wurde. Oder anhand von kleineren gespielten Szenen zum nächsten Stück übergeleitet wurde.

Ablenkung von den Akteuren

Als nachteilig entpuppten sich die filmtechnisch ansprechenden Videos allerdings während der Lieder. Denn der Blick richtete sich entweder nach links oder rechts neben die Bühne und verschob somit den Fokus weg von dem eigentlich Wichtigen: den Interpreten. Diese überzeugten auf ganzer Linie. Stimmlich unterschiedlichste Typen, musikalisch versierte Schüler standen zu keiner Zeit im Schatten der großen Namen.

Ganz im Gegenteil. Stücke wie „Backwater Blues“, „Waking up in Vegas“ oder „Breakeven“ erschienen durch die Interpretation des Ip-Kurses oftmals in einem neuartigen Licht. Auch Elton Johns „I‘m still standing“, bei dem auf die Unterstützung des Unterstufenchors zurückgriffen wurde, erstrahlte in neuem Glanz.

Hinzu kamen zwei selbst komponierte Stücke: Das eine eher im Stile der klassischen Popballade mit integriertem Rap-Part, das andere eine Mischung aus elektronischer und akustischer Musik.

Lange Umbaupausen

Insgesamt waren alle Stücke entsprechend des Leistungsniveaus gut gewählt, doch schlich sich in der zweiten Hälfte zunehmend Langatmigkeit ein, die gewiss teilweise langen Umbaupausen geschuldet war, aber auch mit einer anderen Ablauffolge der einzelnen Lieder hätte vermieden werden können. Für das Publikum boten die Konzerte trotzdem gute Unterhaltung auf ansprechendem Niveau. Dafür bedankte es sich mit stehendem Applaus.

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