Alle Spiele auf großer Leinwand

Von: Ottmar Hansen
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Die beiden Schirmherren, Landr
Die beiden Schirmherren, Landrat Wolfgang Spelthahn und Bürgermeister Paul Larue, freuen sich ebenso auf die WM wie Christina van Essen, Gisela Knorr und Elke Ricken-Melchers von den Frauen-Büros, Sparkassen-Direktor Prof. Dr. Herbert Schmidt und DSB-Leiter Richard Müllejans (von Foto: Ottmar Hansen

Düren. Noch gut sieben Wochen - dann ist es so weit: Die Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen in Deutschland wird angepfiffen. Damit die Dürener auch kein einziges Spiel verpassen, werden alle Begegnungen im Rahmen eines „Public Viewing” übertragen.

Bei schönem Wetter steht die Großbildleinwand am Dürener Badesee, bei Regen in der Alten Stadtgärtnerei an der Valencienner Straße.

Wer erinnert sich nicht an die Männer-WM 2006, als der Kaiserplatz zur Übertragung der Spiele voller Menschen stand. Doch dieser Standort scheidet für das Public Viewing diesmal leider aus, weil zeitgleich die Jazztage in Düren stattfinden. Die Grünen hatten sich daraufhin an Landrat Wolfgang Spelthahn gewandt, mit der Bitte, nach einer Alternative zu suchen. Die ist jetzt gefunden.

Die Schirmherrschaft über die Veranstaltung haben Landrat Wolfgang Spelthahn und Bürgermeister Paul Larue übernommen. Beide sowie der Leiter des Dürener Servicebetriebes, Richard Mülle-jans, machen sich derzeit Gedanken darüber, wie die Fußballübertragungen durch ein attraktives Rahmenprogramm noch aufgewertet werden können. Sei es durch einen „Lebend-Kicker” oder einen speziellen Getränke-Cocktail. Finanziell unterstützt werden sie dabei durch die Sparkasse Düren. Badesee-Gastronom Willi Wolff ist ebenso an den Vorbereitungen beteiligt, wie die beiden Frauenbeauftragten von Stadt und Kreis, Gisela Knorr und Elke Ricken-Melchers. Alle hoffen, das deutsche Team bis ins Finale der WM bejubeln zu können. „Die Begeisterung wird sich spätestens nach den Spielen der Vorrunde einstellen”, ist sich Richard Müllejans sicher. Er verweist darauf, dass die Spiele der deutschen Mannschaft in den Stadien bereits ausverkauft sind.

„Die WM bietet die große Chance, den Frauen-Fußball stärker ins Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken”, sagte Wolfgang Spelthahn. Vor allem bei Mädchen und jungen Frauen erfreue sich der Sport zunehmend großer Beliebtheit. Dies zeige nicht zuletzt die Kreismeisterschaft der Schulen im Frauen-Fußball. Paul Larue verwies am Montag auf das wunderschöne Ambiente am Badesee, das sicher weitere Fans zum Public Viewing locken werde. Sparkassen-Chef Professor Dr. Herbert Schmidt hatte einige Fußbälle mitgebracht, um auf das Ereignis einzustimmen. „Wir hoffen, dass das deutsche Team den Titel im Lande hält.”

Gisela Knorr erinnerte an die Geschichte des Frauenfußballs, der 1930 noch als „Wildes Treiben” tituliert worden sei. In den 50er Jahren sei Frauenfußball vom DFB verboten worden, weil ein derartiger „Kampfsport nicht zur Natur des Weibes” passe. Erst 1970 habe der DFB dieses Verbot aufgehoben. Inzwischen werde der Frauenfußball von Verbandsseite gefördert. Was sich in Titeln niederschlage. 1995 wurde das deutsche Frauen-Team Vize-Weltmeister, 2003 und 2007 holte die Mannschaft jeweils den Titel. Ob es gelingt, ihn zu verteidigen, sollen möglichst viele Fans beim Public Viewing mitverfolgen. Am Badesee finden mehrere Tausend Zuschauer Platz, In den Gewächshäusern mindestens 200.
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