Albert Weimbs tritt für CDU-Vorsitz nicht mehr an

Von: Burkhard Giesen
Letzte Aktualisierung:
Albert Weimbs/Düren/CDU
Nachfolge offen: Der Nideggener Christdemokrat Albert Weimbs tritt für den CDU-Vorsitz nicht mehr an. Er zieht die Konsequenzen aus den innerparteilichen Konsequenzen. Foto: DN

Nideggen. Ende Januar 2008 war es, da verblüffte die Nideggener CDU mit einem Quereinsteiger: Albert Weimbs, bis dahin eher in Vereinen aktiv, wurde CDU-Stadtverbandsvorsitzender und beerbte den zuvor an internen Streitigkeiten gescheiterten Hubert Nilgen. Nun gibt auch Weimbs sein Amt ab.

Er tritt zur Neuwahl der Stadtverbandsvorstandes Ende Mai nicht mehr an. Ihm fehlt der Rückhalt in der Partei. Auslöser für den Rückzug war die Aufstellung der Reserveliste zur Kommunalwahl. Weimbs, der in Embken als Direktkandidat für seine Partei antritt, kandidierte für Platz 2 der Liste. Platz 1 ging ohne Diskussion einstimmig an Bürgermeisterkandidat Walter Obladen.

Bei Platz 2 für den Vorsitzenden gab es auch keine Diskussion, aber ein anderes Ergebnis: Mit 14 Ja- und 13 Gegenstimmen schaffte es der Vorsitzende nur denkbar knapp. Weimbs: „Wenn man den Vorsitzenden nicht auf einem vorderen Listenplatz haben will, braucht man auch den Vorsitzenden nicht”, sagt Weimbs im Nachhinein und hat für sich als Konsequenz beschlossen, nicht erneut als Vorsitzender zu kandidieren. „Ich stelle mich nicht erneut zur Wahl. Ich nehme zur Kenntnis, dass ich keine Rückendeckung mehr habe.”

Verscherzt hat es sich Weimbs offenbar durch seinen Schlingerkurs bei der Frage der Bürgermeisterkandidatur. Marschierte er zu Beginn seiner Amtszeit noch Hand in Hand mit dem gekürten Kandidaten Walter Obladen in Richtung Kommunalwahl, stellte er wenig später dessen Mandat in Frage, säbelte Obladen ab und unterstützte offiziell mit Rückendeckung seines Vorstandes die Kandidatur der parteiunabhängigen Kandidatin Margit Göckemeyer.

Göckemeyer fiel allerdings bei der CDU durch, die erneut Walter Obladen zum Bürgermeisterkandidaten kürte - und damit letztlich auch Weimbs den politischen Todesstoß versetzte. Der sieht das selbst allerdings relativ entspannt: „Mein Möglichkeiten, politisch zu agieren, hängen nicht von einem hohen Parteiamt ab.”

Wer nun Nachfolger von Weimbs wird, ist noch vollkommen unklar. Fraktionsvorsitzender Walter Obladen wird den Posten zusätzlich zur Bürgermeisterkandidatur nicht übernehmen. „Das macht keinen Sinn”, so Obladen. „Ich gibt einige Leute, die ich mir gut vorstellen könnte und die nicht einem Lager angehören.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert