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Agi Saller-Franke stellt aus: Bunte Reise von Venedig bis Nideggen

Von: Bruno Elberfeld
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Uwe Waßmund, Kunst- und Museumsverein, und Agi Saller-Franke eröffneten die letzte diesjährige Ausstellung im Dürener Tor. Foto: bel

Nideggen. Angenehm bunte Farben, in ihrer Pracht freudig strahlend, empfangen den Besucher in den Ausstellungsräumen des Dürener Tors in Nideggen, wenn er die zahlreichen Stufen schweißtreibend hinter sich hat. Agi Saller-Franke stellt aus, Werke, die den Betrachter positiv beeinflussen können. Warum sie das können?

Die Farben, meist Aquarell, sind hell und leuchtend, gepaart mit einer angenehmen Wärmeausstrahlung. Hier und da stellt sich ein kubistisches Werk vor, streng gegliedert, ohne dass eine unnötige Ordnung durchscheint. Dann wieder hat Agi Saller-Franke zu einem Pinsel gegriffen, der etwas mehr die Realität wiedergibt.

Das Dürener Tor mal anders

Architektonisches aus Nah und Fern hat die Malerin zu übersichtlichen Collagen zusammengestellt. So ist Burg Nideggen von allen Seiten zu bestaunen, das Dürener Tor, zurzeit Ausstellungsort für Saller-Frankes Gemälde, wird auf dem Bild von Nachbargebäuden ummauert, die es in Wirklichkeit nachweislich nicht gibt. „Das muss ja in der Realität nicht genau so stimmen, dafür habe ich meine künstlerische Freiheit“, sagt die Künstlerin.

Straßen und Häuser aus Bad Münstereifel, Ansichten aus Köln, auch ihren Wohnort Weilerswist stellt Saller-Franke auf den Bildern dar. Von ihren Malreisen aus der Toskana hat sie tolle Ansichten mitgebracht. Die Rialtobrücke in Venedig erkennen viele. Doch auch Ansichten aus Österreich und Blumiges aus den Neuen Bundesländern schmücken die Wände des mittelalterlichen Tors.

„Ich male eigentlich alles: vom Stillleben über die Natur bis zur Architektur“, erklärt Saller-Franke ihre vielfältigen Motive. Immer wieder ist sie in anderen Stilrichtungen unterwegs: Mal ist es der Kubismus, mal die naturalistische Realität, die auf ihren Klein-, Mittel- und Großformaten zu erkennen sind.

Agi Saller-Franke hat auch schon in Öl und Acryl gemalt, hat sich jedoch schließlich für die Aquarellmalerei entschieden. „Es ist eine der schwierigsten Farben überhaupt“, gibt sie zu bedenken, „doch ich nehme diese Herausforderung gerne immer wieder an.“

Vorbild William Turner

Ob sie Vorbilder in der Malerei habe? Nun, sie orientiere sich manchmal an dem berühmten William Turner. Sie zeigt auf eine Straßenzeile, auf der ein Teil des Bildes „verwaschen“ erscheint. „Bei dieser Technik gilt es, das Bild am Schluss des eigentlichen Malvorgangs mit Wassertropfen zu bespritzen“, erklärt sie. Die Farben laufen ineinander und es entsteht eine nebulöse Atmosphäre. Der Maler müsse dabei eine Menge Geduld aufbringen.

Uwe Waßmund, stellvertretender Vorsitzender des Kunst- und Museumsvereins, erinnerte in seiner Laudatio daran, dass Aquarellmalerei nur wenig mit den Wasserfarben im Kunstunterricht der Schule zu tun haben. „Wasserlöslich sind beide, doch in der Schule fehlte eben die Auswahl des Untergrundes, des Papiers oder anderer Stoffe“, lobte Waßmund die Perfektion in Saller-Frankes Malerei.

Zu sehen sind die Werke bis zum 29. September, mittwochs von 14 bis 18 Uhr sowie sonntags von 11 bis 18 Uhr.

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