Düren - Abtanzen mit „Marques Mars“

Abtanzen mit „Marques Mars“

Von: Sandra Kinkel
Letzte Aktualisierung:
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Markus Breuer in seinem absoluten Element: Er legt auf und tausende Menschen tanzen zu seiner Musik.
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Markus Breuer (rechts) bei einem seiner Auftritte im „Oberbayern“ zusammen mit Matthias Reim (2.v.l.)

Düren. Angefangen hat alles, als Markus Breuer einen Nebenjob gesucht hat, um eine Türkeireise mit seiner Freundin zu finanzieren. „Anfangs habe ich gekellnert, irgendwann bin ich dann zu einer Agentur gekommen, die Disc Jockeys vermittelt hat.“ Und seitdem ist Markus Breuer DJ. „Marques Mars“ ist sein Künstlername, unter dem er sich in nur zweieinhalb Jahren einen Namen in der internationalen Szene gemacht hat.

Markus Breuer legt in großen Clubs und Diskotheken im Kölner Raum auf, außerdem ist er der jüngste DJ in der berühmten Disco „Oberbayern“ am Ballermann auf Mallorca.

Markus Breuer ist 23 Jahre alt, hat an der Realschule Düren-Nord seinen Realschulabschluss gemacht und später am Euregio-Kolleg in Würselen sein Abitur nachgeholt. Danach hat er eine Ausbildung zum IT-System-Elektroniker gemacht. „Eigentlich sollte der DJ-Job nur ein Hobby sein, mittlerweile ist es aber ein etwas größeres Nebengewerbe geworden. Aber eins, das mir jede Menge Spaß macht.“

Ins „Oberbayern“ passen rund 4000 Menschen, insgesamt gibt es drei DJs, die auf verschiedenen DJS, also „Floors“ auflegen. Urlaub, so Markus Breuer, gebe es eigentlich nicht. „Zumindest die ersten sechs Wochen muss man sieben Tage die Woche durcharbeiten. Und zwar immer von 22 Uhr bis sechs Uhr morgens. Danach kann man auf eine Urlaubsvertretung hoffen.“ Markus Breuers Floor heißt „Régines“, hier legt er House, Elektro und R‘n‘B auf. „Die Stars wie Matthias Reim, Antonia oder Tim Toupet treten zwar nicht in meinem Floor auf, sie kommen aber immer mal hier vorbei, wenn sie Pause haben.“

Markus Breuer hat in seinem Repertoire knapp 5000 Lieder, in einer Nacht bewegt er sich in einem Rahmen von etwa 1000 Songs. „Wirklich gespielt werden aber nur 200.“ Zwei bis drei Stunden spielt Breuer absolute Top-Hits, im „Warm-Up“ vorher in der „Late Night“ zum Schluss weniger bekannte Songs. „Etwa 20 Prozent machen Musikwünsche aus“, so der junge DJ. „Aber wenn zu viele Wünsche aus dem Publikum kommen, ist es sowieso ratsam das Programm umzustellen, weil die Leute nicht zufrieden sind.“

Ende März hat Markus Breuer sein nächstes Engagement auf Mallorca, zunächst bis zum 19. Mai und dann noch einmal vom 8. Juli bis Ende Oktober. Außerdem plant er gemeinsam mit seinem DJ-Kollegen Markus Engels eine erste eigene Musikproduktion. Seinen Beruf in einem großen Computercenter wird er dann kündigen. „Mir macht die Arbeit als DJ einfach sehr großen Spaß“, so Breuer. „Und ich verdiene auch ziemlich gut damit.“ Als IT-System-Elektroniker habe er schon ein gutes Grundgehalt. „Auf Mallorca kann ich doppelt so viel verdienen.“

Markus Breuer hat für sein Leben einen ziemlich konkreten Plan. Bis zu seinem 29. Lebensjahr möchte er weiter als DJ arbeiten, bis dahin will er darüber hinaus auch sein Informatik-Studium, das er im Herbst wieder aufnehmen möchte, abgeschlossen haben. „Ich finde es einfach nicht gut“, so Breuer, „wenn man als 40- oder 50-Jähriger noch in den Discos vor den 20-Jährigen auflegt. Das passt einfach nicht.“ Darüber hinaus sei die Arbeit als DJ nicht eben familienfreundlich. „Es ist sehr schwer, bei meinen ganzen Terminen abends und am Wochenende noch eine Beziehung zu haben. Aber irgendwann will ich das natürlich.“

Heute und in den kommenden Tagen ist Markus Breuer übrigens im Kölner Raum unterwegs, und dann hat er selbstverständlich auch Karnevalssongs im Gepäck. „Ich bin eben ein echter Allrounder“, so Breuer. Probleme hat er mit der Karnevalsmusik übrigens nicht. „Ich bin Mitglied bei der Rölsdorfer Karnevalsgesellschaft ‚Kick ens‘. Früher bin ich sogar in einer Gesangsgruppe aufgetreten.“ Was sein DJ-Dasein angeht, hat Markus Breuer noch einen großen Traum: Er möchte einem im berühmten New Yorker Nachtclub „Pacha“ auftreten. „Im letzten Jahr ist so viel passier, vielleicht klappt das ja sogar auch.“

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