Hürtgenwald - Abgebrannte Halle in Horm wird bald wieder aufgebaut

AN App

Abgebrannte Halle in Horm wird bald wieder aufgebaut

Von: mv
Letzte Aktualisierung:
4672046.jpg
Wird in Kürze abgerissen und bis Sommer kommenden Jahres neu errichtet: Das Restmüllzwischenlager in Horm.
4670905.jpg
h

Hürtgenwald. Vor vier Monaten hatte die Feuerwehr große Mühe, einen Großbrand in Horm in den Griff zu bekommen. Noch heute befindet sich die Halle in dem Zustand, in dem sie die Männer der Wehr nach umständlichen Löscharbeiten verlassen haben. Doch Karl Rambadt, technischer Geschäftsführer der AWA-Service, der die Abfallanlage gehört, teilte auf Nachfrage mit: „Die Halle wird in ihrer bisherigen Funktion komplett wieder aufgebaut.“

Der Großbrand habe nur ein Viertel der gesamten Anlage in Horm zerstört, so Rambadt. Und zwar genau den Teil, in dem Hausmüll zwischengelagert und getrocknet wird. Weil es sich um einen Versicherungsfall handelt, und ein Sachschaden von mindestens einer Million Euro entstanden ist, sind die Ermittlungen schwierig.

Beschädigt wurden auch die Solaranlage auf dem Hallendach sowie die Technik zur Aufbereitung des Abfalls. Fest steht, dass die bis zu den Stahlträgern von den Flammen zerstörte Halle abgerissen und dann komplett neu aufgebaut wird. „Alle Mitarbeiter behalten ihre Arbeitsplätze“, versicherte der Geschäftsführer. Es würden wegen zusätzlicher Arbeitsschritte demnächst eher noch weitere Leute eingestellt.

In Horm wird nicht nur Hausmüll aus Düren, Hürtgenwald, Kreuzau und anderen Gemeinden des Südkreises zwischengelagert und getrocknet, bis er in die Müllverbrennungsanlage Weisweiler transportiert und dort verbrannt wird. Es landen dort auch alle Grünabfälle, Sperrmüll und Papier. Der Brandschaden im September betraf eine Halle von 3000 Quadratmetern, die gesamte Anlage umfasst 13.000 Quadratmeter. Unter anderem gibt es dort eine Papieraufbereitungsanlage. Die Arbeit wird derzeit noch erschwert, weil Platz fehlt.

Im Sommer 2013, so schätzt Rambadt, werde die neue Halle stehen und funktionsfähig sein. Anwohner in Horm hatten gehofft, es werde dort nach dem Brand keine Abfall-Aufbereitung mehr stattfinden. Entsprechende Informationen seien falsch und aus seinem Hause nie gekommen, sagte Rambadt dazu auf Nachfrage.

Wolfgang Jungbluth, stellvertretender Betriebsleiter in Horm, meinte, letzte Gewissheit, wie es Anfang September zu dem Brand kommen konnte, habe man immer noch nicht. Es sei aber möglich, dass falsch entsorgte Autobatterien sich entzündet hätten.

Die gesamte Anlage ist zur Aufbereitung von Abfall bestens geeignet, nur ihre Lage ist problematisch: Dauernd sind Lkw von Horm nach Weisweiler unterwegs. 20.000 Tonnen Hausmüll werden in Horm im Jahr von etwa einem Dutzend Mitarbeitern bearbeitet. Alle Materialströme zusammengenommen ergeben 70.000 Tonnen im Jahr. Eigentümer der Anlage ist die AWA-Service, die eine Tochter der AWA Entsorgung GmbH mit Sitz in Weisweiler ist.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert