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Aachenen wollen das Pelletwerk in Vossenack verkaufen

Von: Margret Vallot
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Holz, das in Vossenack zu Pellets verarbeitet wird. Derzeit machen Gerüchte um den Verkauf der Pelletanlage die Runde. Die Anwohner sind beunruhigt. Foto: Margret Vallot

Vossenack. Was geschieht mit dem Pelletwerk in Vossenack? Nachfragen bei der Stadtwerke Aachen AG (Stawag), der Eigentümerin des Werkes, ergaben: Der Verkauf ist noch nicht erfolgt, wird aber geprüft. Diese Auskunft erteilte am Freitag die Pressesprecherin des Unternehmens, Eva Wußing.

Und: Geprüft wird der Verkauf der Anlage „aufgrund der wirtschaftlich angespannten Situation im Pelletmarkt”.

Alle Anzeichen lassen darauf schließen, dass sich die Stawag derzeit mitten in Verkaufsverhandlungen befindet. Die Anwohner sind unterdessen in Sorge, weil sie nicht wissen, was demnächst auf dem Gelände geschehen wird.

Die Anwohner der Anlage in Vossenack haben in den vergangenen Tagen beobachtet, dass das Holz auf dem Gelände der Firma nicht mehr verarbeitet, sondern abtransportiert wird. Auch will man erfahren haben, dass die zehn Mitarbeiter entlassen werden.

Dazu Eva Wußing: „Wir würden niemals verkaufen, wenn die Mitarbeiter nicht übernommen werden würden.” Diese brauchen also offenbar nicht um ihre Arbeitsplätze zu fürchten.

Die Anlage ist nicht gerade klein, sie soll etwa 15 Millionen Euro gekostet haben. Sie umfasst 40.000 Quadratmeter. Die Verarbeitungskapazität, die geplant war, liegt bei 40000 Tonnen pro Jahr. Damit können etwa 8000 Haushalte mir Wärme versorgt werden. In Vossenack gibt es eine Lagerkapazität von 20.000 Tonnen Holz. Die Anlage wurde Ende 2007/Anfang 2008 in Betrieb genommen. Von Anfang an beschwerten sich die Anwohner über Lärmbelästigungen. Die konnten jedoch im Laufe der letzten Monate behoben werden.

Vor einem Jahr hatte es geheißen, dass Pellets aus den Ländern des ehemaligen Ostblocks zu weit günstigeren Preisen geliefert werden können, als Pellets aus hiesiger Produktion. Und dass die Umsätze in Vossenack nicht den Erwartungen entsprechen.

Schon 2007 begann die Aachener Staatsanwalt mit Ermittlungen. Staatsanwalt Robert Deller sprach von „offensichtlichen Ungereimtheiten” beim Ankauf des Grundstücks in Vossenack.
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