Langerwehe - 700 Pfeifen und zwei Manualwerke: Eigene Orgel für Alte Kirche

700 Pfeifen und zwei Manualwerke: Eigene Orgel für Alte Kirche

Von: Sandra Kinkel
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Freuen sich auf die neue Orgel: Orgelbauer Heribert Coenen, Walter Rosarius, Peter Michael Porschen (Verein zur Erhaltung der Alten Kirche) und Orgelbauer Norbert Frensch (von links). Foto: Sandra Kinkel

Langerwehe. Die Alte Kirche auf dem Rymelsberg in Langerwehe bekommt wieder eine eigene Orgel. Elf klingende Register hat das prächtige Instrument der Orgelbaufirma Wilbrand, 700 Pfeifen, zwei Manualwerke und ein Pedalwerk.

Bis vor kurzem hat die Orgel noch im Gregoriushaus in Aachen gestanden. „Für uns ist diese Orgel ein echter Glücksfall“, sagt Walter Rosarius, Geschäftsführer des „Vereins zur Erhaltung der Alten Kirche“.

Im Gregoriushaus in Aachen sind die Kirchenmusiker und Organisten für das Bistum ausgebildet worden, vor wenigen Jahren ist die Einrichtung geschlossen worden. Martin Jung, Küster und Organist in Langerwehe: „Im Gregoriushaus gab es zwei Orgeln, die noch gut in Ordnung waren. Eine hat das Gymnasium Eschweiler bekommen, eine wir.“

Das Instrument selbst war für den „Verein zur Erhaltung der Alten Kirche“ kostenlos. Walter Rosarius: „Die Orgel war in einem Gebäude des Generalvikariats eingelagert. Den Transport von Aachen nach Langerwehe konnten wir Dank der Unterstützung aus unserer Geschäftswelt selbst realisieren.“

Der fachmännische Aufbau der Orgel sowie die Intonierung sind aber natürlich mit Kosten verbunden. Walter Rosarius: „Wir rechnen hier mit knapp 20 000 Euro, die wir mit Hilfe eines Darlehens finanzieren können.“ Ein Vereinsmitglied stellt das Geld zinslos zur Verfügung.

„Die Orgel ist wirklich noch gut in Ordnung“, so Orgelbauer Heribert Coenen, der gemeinsam mit seinem Kollegen Norbert Frensch etwa fünf Wochen mit dem Aufbau der Stockmann-Orgel aus dem Jahr 1977 beschäftigt sein wird. „Und alles, was nicht in Ordnung ist, bringen wir jetzt in Ordnung.“ Die Orgel, erklärt Heribert Coenen, funktioniere rein mechanisch. „Es ist wirklich ein besonderes Instrument.“

Für die Orgelbauer ist es wichtig, dass die Temperatur so bleiben wird im Augenblick. Heribert Coenen: „Die Temperaturschwankungen in diesem Gotteshaus sind schon erheblich, weil es natürlich auch keine Heizung gibt. Wir brauchen aber für die Intonierung über einen längeren Zeitraum mindestens 16 Grad.“

Mitte oder Ende Mai soll das neue Instrument eingesegnet und mit einem feierlichen Konzert offiziell eingeweiht werden. „Einen konkreten Termin haben wir noch nicht“, so Walter Rosarius. „Aber vielleicht gelingt es uns, Domorganist Professor Michael Hoppe für ein Konzert zu gewinnen.“

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