6743 Unfälle, 932 Verletzte: Rückläufige Entwicklung

Letzte Aktualisierung:

Kreis Düren. Genau 300 Verkehrsunfälle weniger als im Vorjahr hat die Polizei 2012 auf den Straßen des Kreisgebietes registriert. Bei 6743 Unfällen wurde mit 932 Verletzten der niedrigste Stand im Zehnjahresvergleich erzielt. Gestern stellte die Polizei die aktuelle Verkehrsunfallstatistik vor. Der Anteil der Verkehrsunfälle mit Personenschaden betrug 13,8 Prozent an der Gesamtzahl der Unfälle.

Bei der näheren Betrachtung der Unfallzahlen stellt die Anzahl der getöteten Personen für die Dürener Polizei eine „bedauerliche Tatsache in der ansonsten äußerst positiven Unfallentwicklung dar“. 13 Menschen starben bei Unfällen. Das sind zwei Verkehrstote mehr als im Jahr zuvor.

„Mit diesem Ergebnis können wir natürlich nicht zufrieden sein“, sagt Polizeioberrat Wolfgang Heimbach als Leiter der Direktion Verkehr. „Es wird mit den Kommunen im Kreis weiterhin unser vordringlichstes Ziel sein, hier mit Geschwindigkeitskontrollen anzusetzen“, führte er aus. Unter den Getöteten befanden sich vier Autofahrer, ein Lkw-Fahrer, vier Krad-/Rollerfahrer, zwei Radfahrer, ein Mitfahrer in einem Auto und ein Fußgänger.

Im Gegensatz zu dem leichten Anstieg der Unfalltoten ist bei der Betrachtung der Altersgruppen in allen Bereichen ein Rückgang zu verzeichnen. Die Anzahl der Kinder, die bei Verkehrsunfällen verletzt wurden, ist kräftig gesunken. Waren es im Jahr 2011 noch 156 verunglückte Kinder, verringerte sich die Zahl auf 105 Verletzte (minus 32,7Prozent) in der Altersgruppe bis 15 Jahre. Bei der Anzahl der Schulwegunfälle ist ein deutlicher Rückgang um 62 zu verzeichnen.

Die Anzahl der verunglückten Jugendlichen (15 bis 17 Jahre) sank im vergangenen Jahr von 110 auf 98, entgegen dem Trend der vorherigen Jahre: Ebenso sank die Zahl der verunfallten Jungen Erwachsenen (minus 44). Vier wurden bei Verkehrsunfällen als Pkw-Führer, als Kradfahrer sowie als Fußgänger tödlich verletzt. Dies sind in dieser Altersklasse drei Getötete mehr als 2011.

Nach wie vor sind nach Aussage der Polizei Verkehrsteilnehmer zwischen 18 und 24 Jahren, gemessen am Bevölkerungsanteil, immer noch am häufigsten an Verkehrsunfällen beteiligt. „Das Projekt ‚Crash Kurs‘ ist hier ein hervorragendes Instrument zur Aufklärung und Prävention. Wir glauben an die Wirkung dieses Projekts und werden es fortsetzten“, sagte Heimbach.

Obwohl der Anteil der Senioren (65 Jahre und älter) in der Gesellschaft steigt, verunglückten Verkehrsteilnehmer dieser Altersgruppe seltener als im Vorjahr. Während in 2011 noch 152 Senioren bei Verkehrsunfällen verletzt wurden, hatte die Polizei im Jahr 2012 117 Verunglückte zu registrieren. Die Polizei führt diese Entwicklung unter anderem auch auf Aktivitäten im Rahmen der Verkehrsunfallprävention zurück, die fortgeführt werden soll.

Der Rückgang der Zahl der verunglückten Kraftradfahrer auf 76, und damit auf das Niveau von 2010, sei nicht zuletzt auf die Geschwindigkeitsüberwachungen –besonders in den Eifelgemeinden Heimbach, Hürtgenwald und Nideggen – zurückzuführen. Ein Kradfahrer wurde in der Eifel bei einem Verkehrsunfall tödlich verletzt.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.


Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert