60 junge Leute ohne Job: Werkeln fürs Theater-Bühnenbild

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Wie Riesen in Liliput: Sparkas
Wie Riesen in Liliput: Sparkassendirektor Professor Dr. Herbert Schmidt, die Regisseurin Marion Kaeseler, Landrat Wolfgang Spelthahn und Monika Rothmaier-Szudy, künstlerische Leiterin des Hauses der Stadt, begutachten das Bühnenbildmodell für „Der Arbeitslose”. Foto: Dietmar Engels

Düren. Maßnahmen zur Qualifikation für eine berufliche Tätigkeit haben oft einen entscheidenden Nachteil: Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer „produzieren” in der Regel für den Papierkorb oder für den Sperrmüll. Bei einem Projekt bei „low-tec” ist das ganz anders.

Rund 60 junge Leute arbeiten dort nämlich an etwas ganz Konkretem, nämlich an den Kulissen für das Stück „Der Arbeitslose”. Dieses Teilprojekt der Theaterproduktion des Ensembles „Ernas Erben” wird von der Jugend- und Sportstiftung der Sparkasse Düren mit 3000 Euro unterstützt - „bestens angelegtes Geld”, wie Landrat Wolfgang Spelthahn bei der Übergabe des Schecks zusammen mit Sparkassen-Chef Professor Dr. Herbert Schmidt betonte.

Bei der Maßnahme arbeiten unter Federführung der „job-com” die gemeinnützige Beschäftigungsgesellschaft „low-tec”, das Sozialwerk Dürener Christen e.V. und die Dürener Gesellschaft für Arbeitsförderung mbH zusammen. Die beteiligten jungen Leute schaffen etwa „Wertiges” und erkunden dabei die Handwerksberufe, die auch im richtigen Leben in einem Theaterbetrieb gefragt sind.

Entworfen hat das Bühnenbild Celine Leuchter aus Aachen, Regie bei dem Stück aus dem Nachlass der früheren Dürener Theaterintendantin Erna Schiefenbusch führt Marion Kaeseler. Realisiert wird die Theaterproduktion von der Erna-Schiefenbusch-Gesellschaft

Dass jeder Euro, der in das Projekt gesteckt wird, eine sinnvolle Investition ist, davon konnten sich die Repräsentanten der Zuschussgeber und der beteiligten Stellen im Rahmen einer kleinen Feier anlässlich der Scheckübergabe überzeugen.

Einige Teile der Bühnendekoration sind schon nahezu fertig und warten nur auf den letzten Schliff, andere sind noch im „Rohbau”. Alles ist auf die Themen Hafen, Meer und Schiff abgestimmt - schließlich wirft der Untertitel des Stücks „Der Arbeitslose” eine Frage auf: „Gibt es eine Gemeinschaft auf einem untergehenden Schiff?”.

Vor dem Stapellauf in Gestalt der Premiere am 16. November um 20 Uhr im Haus der Stadt gibt es ohne Frage eine starken Gemeinsinn. Für das Projekt arbeiten nämlich viele zusammen. Und die sind auf einem guten Weg.
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