Düren - 6. Bürgergespräch: „Möglichst viele Bürger mitnehmen“

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6. Bürgergespräch: „Möglichst viele Bürger mitnehmen“

Von: kin
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Heinz Pankalla aus Dormagen war zu Gast beim Bürgergespräch im Stadtmuseum. Foto: Sandra Kinkel

Düren. „Es ist wichtig, dass wir uns hier in Düren auf die Suche nach einem Masterplan, einem Leitbild machen.“ Professor Wolfgang Meisenheimer, Architekt und Städteplaner, hatte zum sechsten Bürgergespräch ins Stadtmuseum eingeladen, und knapp 50 Männer und Frauen waren seiner Einladung gefolgt.

„Ein strategisches Konzept zur Entwicklung eines Leitbilds“, hieß das Thema des Abends, als Referent konnte Heinz Pankalla aus Dormagen gewonnen werden, der schon dort als Projektleiter ein Leitbild für die Stadt entwickelt hat. In seinem Referat ging es nicht um die inhaltliche Ausrichtung eines Leitbildes, sondern lediglich darum, wie man so einen städtischen Masterplan entwickeln kann.

Wie berichtet, gibt es ja in Düren schon konkrete Überlegungen für einen Masterplan. Baudezernent Paul Zündorf hat bereits in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses ein Konzept für einen Masterplan vorgestellt. Bis Sommer kommenden Jahres soll dieses Konzept stehen, um rechtzeitig Landesmittel für die Umsetzung beantragen zu können. Zündorf hatte betont, dass frühzeitige Bürgerbeteiligung wichtig sei, das unterstrich auch Heinz Pankalla in seinem Vortrag.

„Man muss die Bürger mitnehmen, sei es durch Ausstellungen, Foren, Runde Tische oder Projektgruppen. Es ist aber genauso wichtig, Politik und Verwaltung mit ins Boot zu holen“, so Pankalla. Der Bürger sei in dem Bereich Experte, in dem er selbst leben würde. „Das gilt auch für Kinder. Und deswegen macht es Sinn, auch Kinder in die Erstellung eines Leitbildes miteinzubeziehen.“

Ein Leitbild, so Pankalla weiter, sei keine Ist-Beschreibung einer Stadt. „Sie brauchen eine Vision für die Gesamtentwicklung Ihrer Stadt in den nächsten 20 Jahren.“ In der Regel, so Heinz Pakalla, dauere die Erstellung eines Leitbildes für eine Stadt mit 60.000 bis 100.000 Einwohnern, zwischen 18 Monaten und vier Jahren. „Bei uns in Dormagen hat es zwei Jahre gedauert.“

Das Leitbild seiner Stadt habe am Ende über 600 Ziele gehabt. „Natürlich konnten wir nicht alle umsetzen, manche sind an der Finanzierung gescheitert. Wir mussten natürlich Prioritäten setzen.“ Man habe in seiner Stadt sehr viel diskutiert, so Pankalla. „Wir wollten einen möglichst breiten Konsens, damit möglichst viele mit dem Leitbild einverstanden sind.“

Zwei Mal habe der Rat einstimmig einen Beschluss gefasst: Beim ersten Mal den, dass das Leitbild kommen soll und beim zweiten Mal gaben alle Politiker dem erstellten Konzept ihren Segen.

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