40 tobende Kinder in der Kita

Von: Sandra Kinkel
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Zum Sportprogramm in der Kinde
Zum Sportprogramm in der Kindertagesstätte gehört auch das Balancieren auf einem Baumstamm. Foto: kin

Düren. „Ich will nochmal balancieren”, ruft der kleine Hamid und schon ist er wieder auf dem Baumstamm. Der kleine Junge aus Lendersdorf hat mächtig Spaß an der Bewegung.

Kein Wunder eigentlich, denn der Knirps besucht den Arbeiterwohlfahrt-Kindergarten „Drachenburg”, Dürens ersten „anerkannten Bewegungskindergarten” des Landessportbundes Nordrhein-Westfalen. „Ein bisschen”, so Silvia Junk, Leiterin der Einrichtung, „leben wir in Lendersdorf schon in einer heilen Welt.”

Was die Kita-Chefin meint: Die Jungen und Mädchen aus dem ländlichen Stadtteil spielen noch viel draußen und toben gerne herum. „Fakt ist aber”, so Silvia Junk, „dass die Tendenz immer mehr dahin geht, dass schon Kindergartenkinder sehr viel Zeit vor Fernseher und Computer verbringen.” Kinder, so die Erzieherin weiter, hätten einfach einen enormen Bewegungsdrang. „Und den müssen wir fördern.”

Alle sechs Mitarbeiter der Kita in Lendersdorf haben an umfangreichen Fortbildungen teilgenommen, die Räume der Einrichtung wurden neu gestaltet. Es sind Bälle, Springseile und andere Sportmaterialien angeschafft worden. „Danach”, so Silvia Junk, „sind wir dann als Bewegungskindergarten zertifiziert worden.”

Und dieser Name ist Programm: Jeden Morgen treffen sich die 40 Jungen und Mädchen zum gemeinsamen Frühsport, mindestens einmal am Tag gehen die Kinder für eine halbe Stunde in die Turnhalle.” Es ist den Erzieherinnen darüber hinaus auch sehr wichtig, dass die Kinder viel draußen sind. Regelmäßig werden kleine Ausflüge ins Feld oder Spaziergänge um den Block unternommen. Silvia Junk: „Wir haben hier Kinder ab zwei Jahren. Und auch die ganz Kleinen machen schon fleißig mit.”

Die Kita ist eine Kooperation mit dem Sportverein „Alemannia Lendersdorf” eingegangen, regelmäßig kommen Trainer und Übungsleiter in den Kindergarten und arbeiten mit den Kleinen. „Viel Sport und Bewegung”, so Silvia Junk, wirken sich auch positiv auf das Sozialverhalten und das Sprachvermögen der Kinder aus. Das haben Studien eindeutig gezeigt.” Zudem bekommt Frau Junk jede Menge positives Feedback von den Eltern.

„Unsere Kindergartenkinder sind einfach aktiver und belastbarer. Bei einem Sonntagsspaziergang mit den Eltern machen sie nicht so schnell schlapp wie früher.” Und die Kinder? Denen macht die viele abwechslungsreiche Bewegung einfach jede Menge Spaß. Die Jungen und Mädchen sind kaum zu bremsen, wenn sie draußen toben und rumlaufen dürfen. Genau wie der kleine Hamid eben, der ganz schnell auch noch die dritte Runde auf dem Baumstamm balanciert.
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