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40-jähriger droht der Mutter seiner 15-jährigen Freundin

Von: Ottmar Hansen
Letzte Aktualisierung:

Düren/Nörvenich. Weil er gedroht hatte, der Mutter seiner 14 Jahre alten schwangeren Geliebten „den Hals durchzuschneiden”, wurde ein 40 Jahre alter Mann aus Erftstadt am Dienstag vom Amtsgericht Düren zu einer Geldstrafe von 1000 Euro verurteilt.

Der Angeklagte war geständig und zeigte Reue, deshalb kam er trotz zahlreicher Vorstrafen mit der vergleichsweise milden Strafe davon.

Der 40-Jähriges ist Hartz IV-Empfänger, geschieden und Vater einer 14 Jahre alten Tochter, die bei ihm lebt. Wie er vor Gericht betonte, habe er eine Arbeitsstelle in Aussicht, die er in drei Wochen antreten werde, sobald er seinen Führerschein zurück erhalte, der ihm wegen eines Tempoverstoßes für einen Monat entzogen worden sei.

Wie Staatsanwalt Werner Froitzheim am Dienstag vortrug, hatte der Angeklagte eine Beziehung zur 14 Jahre alten Tochter seiner Schwägerin begonnen (das Kind stammte allerdings nicht aus der Ehe mit dem Bruder), die in Nörvenich wohnt.

Als das Verhältnis zur Schwägerin noch in Ordnung war, hatte Jakob S. sogar die Versicherung für das Auto der Frau bezahlt. Doch dann wurde der Teenager vom 40-jährigen Stiefonkel schwanger, die Schwägerin untersagte Jakob S. den Kontakt zu ihrer Tochter.

Wut entbrannt tauchte der 40-Jährige vor dem Haus der Schwägerin auf, riss die Nummernschilder des von ihm finanzierten Wagens herunter und drohte der Schwägerin an, ihr den Hals durchzuschneiden. Die Frau flüchtete samt Tochter ins Hotel und zeigte ihren Schwager an.

Vor Gericht bestätigte die Ex-Schwägerin (sie ist inzwischen vom Bruder des Angeklagten geschieden), noch einmal, dass sie wirklich Angst hatte.

„Da sind Worte gefallen, die ich besser nicht gesagt hätte, gab Jakob S. zu. „Ich habe einen Fehler gemacht und gebe ihn auch zu. Aber ich bin doch kein Mensch, der anderen etwas antut.”

Dass die 14-Jährige keinen Kontakt mehr zu ihm habe wolle, akzeptiere er. Auch, dass man ihn nicht bei der Geburt seines nun zweiten Kindes vor wenigen Tagen dabei haben wollte. Gleichwohl habe er die Vaterschaft zum Kind der 14-Jährigen anerkannt.

Als Richter Karl-Georg Wingen dem Angeklagten vorhielt, dass er wegen seiner Vorstrafen schon mehrfach mit der Justiz in Kontakt gekommen sei, versprach der 40-Jährige: „Sie werden mich hier nie wieder sehen!”

Das reumütige Auftreten des Angeklagten hinterließ auch bei der Staatsanwaltschaft Eindruck. Bis zu einem Jahr Haftstrafe ist per Gesetz für die Verfehlung möglich, „doch in dieser Einzelsituation können wir eine Geldstrafe riskieren”, so Staatsanwalt Froitzheim.

Dem schloss sich am Ende auch Richter Wingen an: „Wir urteilen hier nicht über ihr Verhältnis zu Nicole, sondern darüber, dass sie in der Familie Angst und Schrecken verbreitet haben. Seien Sie froh, dass sie mit einer Geldstrafe weggekommen sind.”
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