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33 Menschen vorsorglich untersucht

Von: Dietmar Engels
Letzte Aktualisierung:
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Ein Blick in die große Halle an der Hüttenstraße in Lendersdorf, in der am Freitagabend ein Brand ausgebrochen ist. Dabei wurden auch viele Behälter mit Chemikalien beschädigt. Foto: Ralf Roeger

Düren-Lendersdorf. Durch den Großbrand am Freitagabend in Lendersdorf sind weit mehr Menschen beeinträchtigt worden als zunächst abzusehen. Während des Großeinsatzes und in den Stunden danach wurden insgesamt 105 Personen von den eingesetzten Notärzten untersucht.

25 Patienten - 20 Feuerwehrleut, ein Polizeibeamter und vier Anwohner - wurden zur Beobachtung in den Dürener Krankenhäusern aufgenommen.

Im Laufe der Nacht zum Samstag begaben sich weitere zehn Personen - darunter auch Mitarbeiter der Ordnungsbehörde und der Hilfsdienst in eines der Krankenhäuser, um sich Klarheit über eine mögliche gesundheitlich Schädigung zu verschaffen.

Acht von ihnen wurde stationär behandelt, so dass insgesamt 33 Personen der Beobachtung durch medizinisches Fachpersonal unterzogen wurden. „Hinweis auf eine schwer weigende Gesundheitsbeeinträchtigung haben sich bislang nicht ergeben”, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Massive Rauchentwicklung

Wie am Samstag schon kurz berichtet, war in einer großen Lagerhalle auf dem Gelände der früheren Lendersdorfer Eisenhütte ein Brand ausgebrochen. Es gab eine massive Rauchentwicklung, die vor allem deshalb zur Besorgnis Anlass bot, weil in der Halle mehrere Tausend Liter Chemikalien, darunter auch Säuren, gelagert waren.

Luftuntersuchungen im Umfeld des Betriebes ergaben nach Angaben der Behörden erhöhte, aber nicht lebensgefährliche Schadstoffkonzentrationen.

Möglicherweise ist das Feuer in der Halle in der Dachkonstruktion entstanden und hat sich nach unten ausgebreitet. Gebaueres wird die Prüfung durch Brandversachverständige ergeben. Mit konkreten Ergebnissen ist nach Angaben der Polizei erst im Laufe des Montags zu rechnen.

Zweieinhalb Stunden vor Entdeckung des Feuers war in der Halle noch gearbeitet worden. Um 21.30 Uhr - knapp vier Stunden nach der Alarmierung - hatten die Einsatzkräfte die Flammen gelöscht.

Es waren rund 80 Wehrleute vor Ort, die von Kräften des Technischen Hilfswerkes, der Polizei sowie andere zuständiger Behörden und der Hilfsdienste unterstützt wurden.
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