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300 Jugendliche beim Schnellschachturnier

Von: Andreas Bongartz
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Da rauchten die Köpfe: Beim Schnellschachturnier wollte jeder Zugschnell absolviert und dennoch wohl überlegt sein. Foto: Andreas Bongartz

Lendersdorf. Klack, Klack, Klack - sobald Peter Titz die Bretter freigibt, werden in Windeseile Bauern, Läufer und Springer über das Schachfeld geschoben. Bei 300 Kindern und Jugendlichen keine unerhebliche Geräuschskulisse.

Der SV Lendersdorf hat am Wochenende zum sechsten Mal seinen Jugend-Rurtalpokal ausgerichtet und wie in den vergangenen Jahren erfreute sich die Veranstaltung bester Resonanz.

Aus ganz NRW und über die Landesgrenzen hinaus waren die Teilnehmer angereist, um an dem Turnier der Grand Prix Serie der Schachjugend NRW teilzunehmen. „Von Paderborn über Dortmund bis nach Eynatten in Belgien und Siegen im Süden kommen unsere Teilnehmer”, so Peter Titz, der Vorsitzende des SV Lendersdorf, zu berichten.

Für viele Vereine sei das Lendersdorfer Turnier bereits ein fester Termin im Kalender, so Titz weiter. Schließlich ist der Rurpokal das größte Jugendschachturnier in ganz NRW.

Immer wieder andersÉ

Dass sich so viele Jugendliche in der Rurtalhalle einen ganzen Tag lang im Denksport übten, erscheint verwunderlich, könnte man doch meinen, Videospiele und Internet hätten das königliche Spiel längst abgelöst.

Auch Peter Titz kann da nur Vermutungen aufstellen: „Ich denke, dass der Reiz des Spiels darin liegt, dass man selten ein gleiches Spiel führt. Es gibt ja unglaublich viele Züge, die man mit den verschiedenen Figuren machen kann und es macht einfach Spaß, die verschiedenen Kombinationen auszuprobieren.”

So ähnlich sehen das auch die jugen Spieler selbst: „Es macht Spaß, strategisch nachzudenken”, sagt etwa der 15-jährige Ernest Spahic, nachdem er gerade ein Spiel gewonnen hat. Es ging schnell, nach zehn Minuten hatte Ernest, der seit etwa acht Jahren Schach spielt und seit nunmehr zwei Jahren Mitglied beim SV Lendersdorf ist, seinen Gegner Schachmatt gesetzt.

Viel Bedenkzeit haben die jungen Spieler nicht, in der Rurtalhalle wird Schnellschach gespielt. Das bedeutet, dass jeder Spieler insgesamt nur 15 Minuten Zeit zum Nachdenken hat, während etwa Spiele in der Mittelrheinliga oft schon einmal über fünf Stunden dauern können.

Da ist kein Platz für langes Zaudern oder Zögern, Peter Titz bringt es auf den Punkt: „Wer gut sein will, muss auch einen gewissen Killerinstinkt mitbringen.”

Zu viel Killerinstinkt ist allerdings auch nicht gut: In der nächsten Runde verliert der 15-jährige Ernest. „Ach, ich weiß schon, wo mein Fehler lag”, seufzt er nach der Partie.

„Ich habe zu schnell gezogen.” Sein Kumpel Jacques Staab weiß allerdings, auch das macht den Reiz von Schach aus: „Wenn man gewinnt, freut man sich. Wenn man verliert, motiviert es einen, besser zu werden.”

Die Sieger

Sieger in der Klasse U20 wurde Leonid Zeldin von der Schachgesellschaft Bochum, Mehdi Samraoui vom Schachverein Herzogenrath gewann in der Kategorie U16.

Bester in der Klasse U14 wurde Lennart Falter vom Aachener Schachverein, Jan-Christian Schröder vom SV Lahn Limburg setzte sich in der Altersklasse U12 durch, David Kaplun vom Erkrather SC geland dies in der Kategorie U10. Ron Schröter vom Schachverein Horrem konnte den Sieg schließlich in der Kategorie U8 verzeichnen.

Sonderpreise gingen an Damian Gallinnis (Schachgemeinschaft Ennepe-Ruhr) und Raymond Dietz (TTC Grün-Weiß-Fritzdorf) als jüngste Teilnehmer (beide 2003 geboren).

Die weiteste Anreise hatte Nadja Plumbaum aus Dresden. Bester Vereinsloser war Maximilian Schaede. Mit dem größten Kontingent ging der TTC Grün-Weiß-Fritzdorf an den Start und in der Team-Wertung lag Porz e.V. vorne.
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