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260.000 Euro für Sanierungen von Spielplätzen

Von: Sandra Kinkel
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Spielplatz
Das große Spielgerät im Willy-Brandt-Park in Düren ist vor drei Jahren erneuert worden. Gerade im Sommer ist der große Spielplatz ein beliebtes Ausflugsziel für Familien. Foto: Ingo Latotzki

Düren. 260.000 Euro gibt die Stadt Düren in diesem Jahr für die Sanierung von Spielplätzen aus, 2015 sind es noch einmal 100.000 Euro. Aber wer entscheidet eigentlich, welche Spielplätze erneuert werden müssen? Und wer, welche neuen Spielgeräte angeschafft werden? Fragen, denen die „DN“ auf den Grund gegangen sind.

Zuständig für die Spielplätze in Düren sind seit vielen Jahren Mitarbeiter des Jugendamtes, des Amtes für Tiefbau und Grünflächen und des Dürener Servicebetriebes (DSB).

Sabine Wagner vom Spielpädagogischen Dienst erklärt: „Der DSB ist von der Stadt Düren mit der regelmäßigen Wartung und Pflege der Spielplätze beauftragt. Die Mitarbeiter des Amtes für Tiefbau und Grünflächen beschäftigen sich mit Planung, Zeichnung und Ausschreibung, wenn neue Plätze entstehen oder Plätze neu gestaltet werden. Wir vom Jugendamt versuchen herauszufinden, wo welcher Bedarf in Sachen Spielplätzen besteht.“

Das Planungsteam für die Spielplätze arbeite schon seit rund zehn Jahren zusammen. Wenn Investoren in Düren ein Baugebiet planen, sind sie automatisch verpflichtet, auch einen Spielplatz anzulegen. „Das ist dann relativ einfach“, so Sabine Wagner.

So ist zum Beispiel im vergangenen Jahr der Spielplatz in der Konstanze-Weber-Straße in Rölsdorf ganz neu entstanden. Sabine Wagner: „Manchmal kommt es aber auch vor, dass sich Anwohner melden, weil in ihrem Stadtteil ein Spielplatz fehlt.“

So wie zum Beispiel „Im Lintes“ in Derichsweiler. „Ich hatte gar nicht auf dem Schirm, dass hier wieder so viele junge Familien mit Kindern leben“, so Wagner. „Eine Zeit lang gab es hier nur Senioren und keinen Bedarf für einen Spielplatz. Nach einem Besuch vor Ort ist dieser Spielplatz auf der Prioritätenliste ganz nach oben gerutscht und im vergangenen Jahr ausgebaut worden.“

Der größte Batzen der 260.000 Euro, die die Stadt in diesem Jahr für Spielplätze investiert, geht in den Josef-Vosen-Park (früherer Rurpark). „Hier ist das Spielgerät schon abgebaut, weil es marode war“, sagt Sabine Wagner.

Die Sanierung des Platzes wird teuer, kostet insgesamt 190.000 Euro. „Das ist viel“, so die 49-Jährige, aber der Platz ist auch sehr groß. Und es müssen viele Arbeiten an den Fundamenten durchgeführt werden, die man später gar nicht sieht.“

Wie genau der neue Spielplatz im Josef-Vosen-Park gestaltet wird, entscheiden Sabine Wagner und ihre Kollegen nicht allein. „Kinderbeteiligung ist uns ganz wichtig“, sagt Sabine Wagner.

Eine Prioritätenliste

Ende Februar, wenn die Spielplatzsaison wieder startet, wird Frau Wagner sich mit dem Spielmobil „Schneller Emil“ auf den Weg zum Josef-Vosen-Park machen, um die Kinder zu fragen, was sie sich wünschen.

Gleichzeitig werden auch die Eltern nach ihrer Meinung gefragt. Die Ergebnisse der Gespräche werden in die Planungsgruppe gegeben und hier ausgewertet. „Die Wünsche der Kinder werden berücksichtigt“, so Wagner. „Wenn es möglich ist.“

Der zweite Spielplatz, der in diesem Jahr neu gestaltet wird, ist der an der Birgeler Burg. Die 70.000 Euro, die die Stadt hier investiert, sind der übliche Preis für eine Spielplatz-Neugestaltung.

In welche Spielplätze die 100.000 Euro im nächsten Jahr investiert werden, steht noch nicht fest. Derzeit steht der Spielplatz Martinusplatz in Derichsweiler ziemlich weit oben auf der Prioritätenliste.

Sabine Wagner: „Das kann sich aber schnell ändern, sollten wir bei einem Platz gravierende Mängel feststellen. Die Entwicklung im Josef-Vosen-Park ist sehr schnell gegangen.“

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