Kreis Düren - 2200 Bürger im Kreis Düren geben ihre Waffen ab

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2200 Bürger im Kreis Düren geben ihre Waffen ab

Von: jan
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Eine volle Waffenkammer hat Ha
Eine volle Waffenkammer hat Hartmut Zierke, Leiter der Waffenbehörde bei der Kreispolizei. Foto: G. Jansen

Kreis Düren. Rund 2200 Menschen im Kreis Düren haben in den vergangenen acht Monaten ihre Schusswaffen abgegeben. Das ist die vorläufige Bilanz einer Bestandsaufnahme, die die Polizei noch bis Ende des Jahres bei den registrierten Waffenbesitzern im Kreis macht.

Hintergrund ist das nationale Waffenregister, das ab 2013 für ganz Deutschland gilt. Jede Schusswaffe wird darin erfasst.

Deswegen besucht die Polizei seit Mai die Waffenbesitzer, um Inventur zu machen. Hartmut Zierke, der Leiter der Waffenbehörde, unterscheidet vier Arten registrierter Waffenbesitzer: Jäger, Sportzschützen, Altbesitzer und Erben. Gerade aus den letzten beiden Gruppen kommen die Besitzer, die sich jetzt von ihren Pistolen und Gewehren trennen.

Teurer Spezialschrank

Die Behörde überprüft, ob die registrierten Besitzer ihre Waffen sicher aufbewahren. Vorschrift hierfür ist ein Waffenschrank, der bestimmte Auflagen (VDM 24 92) erfüllt. Informationen hierzu gibt es auf der Internetseite der Kreis-Polizei.

Faustformel der Polizei: Einen geeigneten Schrank gibt es ab 600 Euro. Dieser Preis schreckt viele Altbesitzer und Erben ab. Sie überlassen ihre Gewehre und Pistolen der Polizei. „Viele sind sogar froh, dass sie die Waffen endlich los sind”, erklärte Zierke.

Alleine in den ersten Tagen des Jahres hat die Kreispolizeibehörde 200 Pistolen und 220 Gewehre verschrottet. Altbesitzern und Erben, die im Gegensatz zu Schützen und Jägern keine Waffenkundigen sind, räumt die Polizei nach ihrem unangekündigten Besuch zwei Wochen Zeit ein, einen Waffenschrank anzuschaffen oder sich von den Waffen zu trennen.

Alle anderen Unregelmäßigkeiten wie unsachgemäße Aufbewahrung und nicht registrierte Waffen werden als Verstoß gegen das Waffengesetz gewertet.

Offen für Fragen

„Eines ist uns wichtig: Wir sind hier bei der Polizei erst mal eine Servicestelle. Wenn die Waffenbesitzer Fragen haben, dann sollen sie sich an uns wenden”, warb Zierke für einen offenen Umgang mit der Behörde.
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