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2000 Gläubige auf der Suche nach Gott

Von: Bruno Elberfeld
Letzte Aktualisierung:
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Etwa 2000 Gläubige feierten im Heimbacher Kurpark den Eröffnungsgottesdienst zur Wallfahrtsoktav 2013. Foto: bel

Heimbach. Im Eröffnungsgottesdienst der Wallfahrtsoktav 2013 im Kurpark Heimbach vor etwa 2000 Gläubigen pflegte Hauptzelebrant Prof. Dr. Karl Heinen in seiner Predigt das offene Wort. In Deutschland, so sagte Heinen, sei das „spirituelle Grundwasser“ gesunken. „Gott trocknet weg!“, ließ er seinen Befürchtungen um eine Gesellschaft ohne Gott freien Lauf.

 Doch Heinen, Mitglied des Pallotinerordens, hatte auch Rezepte zur Umkehr bereit. „Wir müssen tiefer graben, bis wir wieder auf das Leben spendende Wasser Gottes stoßen“, rief er den Pilgern vor dem Musikpavillon zu.

Ein lebendiger Gott

Ein erster Schritt sei, erklärte Heinen, zu Gott – wie Jakob, der laut Altem Testament mit Gott gerungen hat – eine „Per-Du-Beziehung“ aufzubauen. Der Gläubige müsse seinen Gott kennen, sich fragen, wie groß sein Gott ist. Gott klein, ja sogar kleinlich zu denken, bringe in der Beziehung zu ihm nichts. Der Christ brauche keinen Lehrbuch-Gott, sondern einen lebendigen Gott, ansonsten werde der Glaube fade und zum reinen Katechismusglauben.

Gespickt mit Geschichten und Anekdoten, selbst erlebten oder gelesenen, überzeugte die Predigt von Prof. Heinen die Zuhörer. Auch auf die Frage, ob es überhaupt einen Gott gebe, wusste er eine Antwort: „Es ist vernünftig an Gott zu glauben, wenn man offen durch unsere Welt geht, doch die Existenz Gottes zu beweisen, das geht genau so wenig, wie seine Existenz zu leugnen“, schloss Heinen sein Plädoyer für ein Christentum mit Tiefgang.

Zusammen mit Prof. Karl Heinen standen Regionaldekan Hans Doncks, Dr. Christian Blumenthal und Mitbrüder aus verschiedenen Herkunftsorten der Pilger am Altar. Pilgerjubilare wurden bei der Begrüßung besonders erwähnt. Die Pilger aus Vicht sind zum 270. Mal, die aus Neu-Lohn gar zum 380. Mal in Heimbach. Bei sagenhaftem Traumwetter begleitete der Musikverein Hergarten den Gesang der Pilger.

Die Oktav in Heimbach dauert bis zum 14. Juli 2013. Parallel zu den zahlreichen Gottesdiensten während der Oktav gibt es den Krammarkt. Er existiert schon seit 172 Jahren. Geöffnet ist er täglich von 11 bis 22 Uhr, freitags von 11 bis 23 Uhr.

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