20 Prozent mehr Geld für die Kreuzauer Sportvereine

Von: Andreas Bongartz
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Kreuzau. Über den Haushalt der Gemeinde Kreuzau für das laufende Jahr wurde im Haupt- und Finanzausschuss zwar nicht diskutiert, die Anspielungen von Bürgermeister Walter Ramm und die Tatsache, dass im vergangenen Jahr aufgrund der schlechten Wirtschaftslage aus einem prognostizierten Minus von 800.000 Euro ein tatsächliches von 2,9 Millionen Euro wurde, lassen Schlimmes befürchten.

Da ist es nicht weiter verwunderlich, dass die FDP in der Ausschusssitzung am Mittwoch anmahnte, bei den Pflegekostenzuschüssen an die Sportvereine Sparsamkeit walten zu lassen.

Diskutiert wurde eine Erhöhung der gemeindlichen Zuschüsse für die Pflege der Kreuzauer Sportanlagen. Der V.f.V.u.J. Winden hatte beantragt diese anzupassen, der Gemeindesportverband hatte dementsprechend eine Erhöhung der jährlichen Zuschüsse um 60 Prozent auf etwa 72.500 Euro gefordert. Zu viel, wie die Ausschussmitglieder jetzt befanden. Dennoch, nachdem die Vereine seit 15 Jahren ehrenamtlich die Anlagen der Gemeinde pflegen, ohne dass eine Anpassung stattgefunden hätte, sei eine Erhöhung um 20 Prozent nur gerecht, wie die Mitglieder der Christdemokraten forderten. Die SPD-Fraktion schloss sich dem zwar an, mahnte aber, bei der Verteilung der Zuschüsse stärker auf die Nutzung der Anlagen zu achten.

„Nur die Plätze sollten gepflegt werden, die auch regelmäßig von den Vereinen genutzt werden”, sagte Rolf Heidbüchel. Bei einigen Anlagen handele es sich um nicht mehr als Bolzplätze, die eben weniger Pflege bedürften. Die Freidemokraten wollten demgegenüber eine weitere Nullrunde bei den Zuschüssen fahren, auch die Grünen sprachen sich gegen eine Erhöhung aus.

Die CDU argumentierte dagegen: Die ehrenamtliche Pflege der Plätze durch die Vereine spare der Gemeinde Kosten von bis zu 100.000 Euro. Christdemokraten und SPD stimmten für eine Erhöhung der Zuschüsse um 20 Prozent auf 55.000 Euro.

Kunstrasen abgelehnt

Einig waren sich die Mitglieder der Fraktionen beim Antrag des V.f.V.u.J. Winden auf Umbau des Windener Trainingsplatzes in einen Kunstrasenplatz: Der Bedarf für einen solchen werde zwar gesehen - nur die finanziellen Mittel hierfür sind nicht vorhanden. Kurz- und mittelfristig nicht realisierbar lautete der Tenor.
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