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20 Monate Haft für Dieb

Von: hp
Letzte Aktualisierung:

Düren. Er ist gerade mal 24 Jahre alt. Doch sein Leben glich in den letzten zehn Jahren einer Achterbahnfahrt.

Einerseits drückte er parallel zur Berufsausbildung abends die Schulbank, um erfolgreich die Fachoberschulreife zu erlangen. Andererseits geriet er immer wieder mit dem Gesetz in Konflikt.

Seinen ersten kriminellen „Wirkungskreis“ hatte er, so zeigte das Vorstrafenregister mit zehn Einträgen, im Ruhrgebiet. Im Frühjahr 2014 zog es den 24-Jährigen nach Düren, wo er im Juni zweimal straffällig wurde. Am späten Abend des 18. Juni gelangte er auf eine Station des Lendersdorfer Krankenhauses. In einem Krankenzimmer stahl er einem schlafenden Patienten ein Mobiltelefon samt Ladegerät sowie dessen Eau de Toilette.

Am 27. Juni gelangte er vom Garten aus durch die Terrassentür in eine Wohnung an der Rurstraße. Dort fielen ihm zwei hochwertige mobile Computer in die Hände. Wenig später wurde er vorläufig festgenommen und in Untersuchungshaft nach Aachen gebracht.

Jetzt stand er vor dem Dürener Schöffengericht. Ohne Umschweife gab der 24-Jährige die Taten zu, bestritt jedoch, in der Rurstraße ein Klappmesser verwandt zu haben. Ursache für seine Diebestouren, die von der Staatsanwaltschaft als „gewerbsmäßig“ eingestuft wurden, sei seine Drogensucht. Die bestätigte ein Facharzt als Gutachter.

Das Schöffengericht unter Vorsitz von Richterin Verena Neft verurteilte den Angeklagten wegen der Diebstähle – davon einen unter Verwendung einer Waffe – zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten. Die Vorsitzende wies bezüglich des Messers darauf hin, dass es nicht entscheidend sei, ob der Täter tatsächlich dazu gegriffen habe. Vielmehr sei es in der Außentasche des Rucksacks relativ schnell erreichbar gewesen und stelle somit als gefährliches Werkzeug eine „ab-strakte Gefahr“ dar.

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