Düren - 16 auf einen Streich: Welpen-Boom bei Familie Hönscheid

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16 auf einen Streich: Welpen-Boom bei Familie Hönscheid

Von: Isabelle Hennes
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Knabbern am Ohr ist erlaubt:
Knabbern am Ohr ist erlaubt: Elvira Hönscheid hält einen ihrer neuen Schützlingen auf dem Arm. Foto: Isabelle Hennes

Düren. Im Keller von Familie Hönscheid in Echtz tummeln sich unter zwei Rotlichtlampen die neuen Familienmitglieder: Bernhardiner Hündin Jule hat 16 Welpen zur Welt gebracht. „Im Schnitt bringt ein Bernhardiner 5,6 Welpen bei einem Wurf zur Welt”, erklärt Elvira Hönscheid, 54 Jahre alt und stolze Besitzerin der Welpen.

Es sei sehr außergewöhnlich, dass bei einem Wurf eine so große Zahl Welpen zur Welt kommt. Eigentlich wären es sogar 17 gewesen, aber ein Welpe ist kurz nach der Geburt gestorben. So sind es nun sieben Hündinnen und neun Rüden, unter ihnen ein Baron und eine Baronesse, die sich in einem circa drei Quadratmeter großen Laufstall um die Wette quieken.

Der Laufstall ist eigens für die Welpen angefertigt worden, besteht aus Holz und ist mit Bettlaken ausgelegt. Für Mutter Jule ist leider kein Platz mehr im Laufstall. „Dann wäre die Gefahr zu groß, dass sie sich auf einen der Welpen legen könnte”, sagt Elvira Hönscheid. Stattdessen fristet Jule ihr Dasein gelassen in unmittelbarer Nähe zu ihrem Nachwuchs neben dem Laufstall.

Geplant sei der Familienzuwachs durchaus gewesen, wenn auch nicht in solch einem Umfang. Katrin Hönscheid, Tochter der Familie, ebenfalls Hundebesitzerin, hat einen Bernhardiner Rüden. Sein Name ist Paul - er ist der Vater des Nachwuchs.

„Auf den Ultraschallbildern haben wir immer nur sieben Welpen gesehen”, erinner sich Elvira Hönscheid. „Es wurden dann aber doch ein paar mehr”, sagt Katrin Hönscheid und lacht.

„Die ersten acht Tage sind immer entscheidend”, erklärt Elvira Hönscheid. Da die Welpen schon jetzt das Doppelte ihres Geburtsgewichts zugelegt haben, sei sie zuversichtlich. Bei der Fütterung ist Mutter Jule auf Unterstützung angewiesen. Dann müssen die Kleinen auch schon mal mit der Flasche Vorlieb nehmen.

Bei der Geburt ist nicht alles glatt gelaufen. Jule hatte bei ihrem ersten Wurf überhaupt Kreislaufprobleme, sodass ein Kaiserschnitt vorgenommen werden musste.

Dass bei den Hönscheids Hunde zur Familie mit dazugehören, ist schon beim Läuten an der Haustür klar: Es ertönt ein lautes Bellen. Außerdem sind alle Zugänge zu Treppen im Haus mit Gittern versehen, nicht etwa wegen eines Kleinkindes, sondern wegen des tierischen Nachwuchs, der das Haus bald unsicher machen wird.

Neben Jule gibt es noch zwei andere fast ausgewachsene Hündinnen: Flo, viereinhalb Jahre und Heidi, 13 Monate alt.

Es sei geplant, die Welpen ab der zehnten Woche abzugeben. Zuvor komme der Tierarzt vorbei, um den Hunden Impfung und Hundechip zu verpassen. „Sie sollen aber so lange wie möglich im Rudel bleiben, damit sie das Sozialverhalten lernen”, sagt Elvira Hönscheid.

Vielleicht behalten sie aber auch einen oder eine. „Dafür müssen wir aber erst Papa überredet kriegen, und das wird nicht so einfach”, sagt Katrin Hönscheid und lacht.
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