100 Jahre gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft

Von: Burkhard Giesen
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Heinz Mannheims (links) und Walter Grehl vom Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft Düren beim Spatenstich für den neuen Vorplatz am Dorf-Laden. Die Genossenschaft feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen. Foto: Burkhard Giesen

Düren. Allein die Zahlen klingen schon imposant: 1217 Wohnungen in 256 Häusern gehören der Gemeinnützigen Wohnungsbaugenossenschaft, das macht 80.000 Quadratmeter Wohnraum für 1958 Mitglieder der Genossenschaft. Und die feiert in diesem Jahr ihr 100-jähriges Bestehen.

Angesiedelt ist die Genossenschaft mitten im Dürener Grüngürtel, den sie selbst aufgebaut hat. Als Beamtenbaugenossenschaft am 13. November 1913 gegründet, entwickelte sich die Genossenschaft nach dem 1. Weltkrieg schnell zu einem breit aufgestellten Bauverein.

Das Projekt Grüngürtel wurde Ende der 1920er Jahre in Angriff genommen. Das Grundstück stellte damals die Stadt zur Verfügung, die Genossenschaft baute dann Straßenzug um Straßenzug. 95 Häuser mit 371 Wohnungen entstanden so bis 1932.

Die Ziele aus der Gründerzeit hat die Genossenschaft bis heute nicht aufgegeben: Ziel ist immer noch die Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum und vor allem „preisregelnd auf die Wohnverhältnisse einzuwirken“.

Sechs Millionen Euro im Jahr

„Wir stehen für eine sozial ausgewogene Entwicklung in dieser Stadt“, sagt denn auch Heinz Mannheims vom Vorstand der Wohnungsbaugenossenschaft. Ein Anspruch, den er auch in der Zukunft hochhalten möchte. Und um für die Zukunft gewappnet zu sein, hat man schon vor Jahren begonnen, die Wohnungen zu modernisieren.

Rund sechs Millionen Euro steckt die Genossenschaft jedes Jahr allein in Sanierungsmaßnahmen. „Damit sind wir auch ein wesentlicher Faktor für das Dürener Handwerk“, bekräftigt Mannheims, der die Genossenschaft zudem als Impulsgeber im Bereich des altengerechten Wohnens und bei der energetischen Sanierung sieht. Mannheims: „Wir sind in der Wohnungswirtschaft einer der größten Investoren im Kreis Düren.“

Dass der demografische Wandel auch an einer Baugenossenschaft nicht vorbei geht, macht Vorstandskollege Walter Grehl an einem Beispiel deutlich. „Wir haben viele Mieter, die sich jetzt im Alter eine Erdgeschosswohnung wünschen. Dem versuchen wir unter anderem dann mit dem Einbau von Aufzügen gerecht zu werden. Das kann dann aber dazu führen, dass sie die Miete nicht mehr zahlen können, weil die Renten kaum steigen.“

Ein Spagat, den die Genossenschaft aber auch als Herausforderung versteht. „Wir sind Hundertjährige mit Zukunft“, sagt Mannheims selbstbewusst. Und zu dieser Zukunft gehört auch der soziale Zusammenhalt und die von der Genossenschaft organisierte Nachbarschaftshilfe.

Gefeiert wird das Jubiläum natürlich auch. So organisiert die Wohnungsbaugenossenschaft am Freitag, 6. September, einen Ehrenabend, bei dem neben Kabarettist Jürgen B. Hausmann die Gruppen Bremsklötz auftritt. Am Samstag folgt eine „Kölsche Nacht“ mit den Bands „Paveier“, Räuber“ und „Pearls and pigs“.

Und am Sonntag wird es dann in der Freiheitsstraße einen Trödelmarkt und in der Goebenstraße die mit 220 Metern längste Kuchentafel Dürens geben. Für die Kinder folgt dann am Nachmittag die Aufführung „Urmel aus dem Eis“. Karten für den Ehrenabend und die „Kölsche Nacht“ kosten jeweils acht Euro. Zehn mal zwei Freikarten werden zudem am Mittwoch in der Zeit von 10 bis 11 Uhr unter Telefon 02421/390955 verlost.

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