Mit Alkohol in die Sackgasse
Der Weimarer Kultur-Express, ein freies Jugendtheater im Tourneebetrieb und tritt ausschließlich vor Schülern auf. Er hat das Anliegen, sozial engagierte Stücke zu bieten: «Wir wollen die Probleme der Jugendlichen durch Beispiele und durch Diskussionsrunden ansprechen, andererseits wollen wir auch den Spaß am Theater wecken.»
Der Weimarer Kultur-Express versucht mit seinem Programm beide Probleme zu lösen und bietet deshalb altersgerechte Gegenwartsstücke für zwölf bis sechzehnjährige Schülerinnen und Schüler an. Er arbeitet mit jungen ausgebildeten Schauspielern, die gern vor und mit einem jungen Publikum spielen. «Alkohol» ist ein Stück über Sehnsucht, die Suche und die Sucht. Mit viel Witz und Humor erzählt Autor Patric Tavanti die Geschichte von Steffi und Stefan. Ohne erhobenen Zeigefinger zeigt er, welche Gefahren der Alkoholkonsum in sich birgt und in welche Sackgassen die Flucht in den Alkoholrausch führen kann. Er sucht sich selbst Stefan hat Sehnsucht nach Anerkennung und Freiheit. Er sucht sich selbst zwischen der übergroßen Liebe der Mutter, die ihn immer noch als kleinen Jungen sehen will, den strengen Regeln des Vaters, der ihn durch Verbote und Strafen erziehen will, und der Ablehnung seiner Schulkameraden, die ihn für ein Muttersöhnchen halten. Steffis alleinerziehende Mutter hat für sie keine Zeit. Zu früh muss Steffi erwachsen und für ihr Leben selbst verantwortlich sein. Sie sehnt sich nach Leichtigkeit, Geborgenheit und Liebe. Alkohol wird für die beiden ein Synonym für Freiheit und Lebenslust: Party, Clique, Spaß und Entspannung von der Schule und dem Erwartungsdruck, der auf ihnen lastet. Was als feucht-fröhlicher Spaß beginnt, wird schnell bitterer Ernst. Steffi sucht einen Ausweg, und scheint ihn zu finden. Tragisches Ende Doch am Ende ist der Alkohol stärker, das Stück endet tragisch, das Ende aber bleibt offen. Die Schülerinnen und Schüler hatten anschließend die Gelegenheit mit den Schauspielern über das Stück zu diskutieren.
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